In welche Kryptowährungen habe ich investiert? – NEM – Was ist NEM/XEM?

In dieser Reihe möchte ich euch die Währungen, in die ich investiert habe etwas näher bringen. Ich will mit euch teilen warum ich ausgerechnet in diese Coins investiert habe. Dazu gehe ich nach und nach auf alle meine „Favoriten“ ein. Heute werfen wir einen Blick auf das NEM Netzwerk.

Am 21.06.2017 habe ich für umgerechnet 0,20$ (0,17€) ca. 1500 XEM auf der Börse Poloniex gekauft. Investiert habe ich rund 300$. Das sind laut aktuellem Wechselkurs rund 250€. Der Preis in Bitcoin lag bei 0,00007438 BTC. Im Moment kostet ein XEM laut Coinmarketcap 1,54$. Die Marktkapitalisierung von NEM stieg seit dem 21.06. 17 von 1,74 Mrd. Dollar auf zwischenzeitlich 16,28 Mrd. Dollar. Inzwischen ist sie wieder etwas gesunken und steht bei 14,17 Mrd. Dollar. Aus bisheriger Sicht also ein sehr gutes Investment in die Technologie hinter NEM und den dazugehörigen XEM Coin.

Was ist NEM?

NEM steht für New Econimic Movement, auf deutsch Neue Wirschaftsbewegung. Die Blockchain basierte Kryptowährung läuft seit dem 31. März 2015 und ist in der Programmiersprache Java geschrieben. Präsident der NEM Foundation ist Lon Wong. Auf der Startseite www.nem.io wird das Projekt mit „The Smart Asset blockchain: Built for performance“ vorgestellt. Smart Assets sind Intelligente Vermögensgegenstände mit denen man zum Beispiel das Grundbuch, eine Buchhaltung, SWIFT-Zahlungen oder eine Kryptowährung erstellen kann. Die Möglichkeiten sind endlos. Vergleichbar sind diese Smart Assets mit den Smart Contacts der Ethereum Blockchain. Im Vergleich zu anderen großen Kryptowährungen jedoch, setzt NEM auf den Proof of Importance Algorithmus mit dem das Mining des Proof of Work Algorithmus (bekannt vom Bitcoin) nicht nötig ist. Damit ist die Anzahl der XEM Coins von Anfang gleich und es werden auch nicht mehr. Insgesamt gibt es 8 999 999 999 XEM. Ziel des Projekts ist eine nachhaltige, gerechte Wirtschaftsordnung zu erstellen.

Entwickelt wurde NEM hauptsächlich im asiatischen Raum, die meiste Entwicklungsarbeit leisteten Programmierer aus Japan. Ursprünglich war geplant dass NEM durch eine Fork der Nxt Blockchain entstehen soll. Dieser Plan wurde jedoch verworfen und es wurde eine komplett neue Plattform gebaut. Auf der jetzigen Plattform greifen Nutzer per Client (dem NanoWallet) auf ein Peer-to-Peer-Netzwerk von Knotenpunkten zu. (sog. NIS-NEM Infrastruktur Server). Knotenpunkte im Netzwerk sind Harvester und Supernodes, dazu aber später mehr. Ein weiterer wichtiger Aspekt neben den Smart Assets ist die Funktion verschlüsselte Nachrichten über die Plattform verschicken zu können.

Was ist der Proof of Importance Algorithmus?

Wie oben schon kurz angesprochen unterscheidet sich NEM durch den Proof of Importance (PoI) Algorithmus von Kryptos wie Ethereum, Bitcoin, Litecoin, usw. die den Proof of Work oder den Proof of Stake nutzen. Der PoI ermöglicht es Nutzern mit mindestens 10.000XEM im Wallet den Prozess namens Harvesting. Diese Nutzer können nachdem sie einen Block erstellt haben alle Gebühren die sich in diesem Block befinden ernten (harvesten).

Es entscheidet jedoch nicht nur die Menge der XEM die sich in einem Wallet befinden wer den nächsten Block erstellen darf, sondern der PoI berücksichtigt auch die Wichtigkeit der Nutzer im Netzwerk. Sprich es wird das Verhalten eines Harvesters betrachtet: Wie viele Transaktionen führt er aus? Wann waren die letzten? Wer waren die Empfänger? All diese Fragen haben einen Anteil an der Wahrscheinlichkeit für die Blockerstellung vom Algorithmus ausgewählt zu werden. Wenn man genügend XEM hat und fleißig ernten will oder man sogar einen Supernode betreibt ist das natürlich ein starker Anreiz das Netzwerk auch zu nutzen und damit Transatkionen auszuüben. Denn nur wer am Netzwerk aktiv teilnimmt, hat auch eine Chance einen Block zu erstellen und damit etwas XEM zu verdienen.

Die Änderung des Algorithmus ermöglicht es NEM auch schneller zu sein als andere Kryptos. Mit einer Block Time von 1 Minute schlägt NEM ganz locker den Bitcoin, der im besten Fall eine Block Time von 10 Minuten hat. Beim Litecoin sind es 2,5 Minuten. Dem NEM Netzwerk wird also jede Minute ein neuer Block hinzugefügt in dem die Transaktionen der letzten Minute gespeichert sind.

Harvester und Supernode

Um ein Harvester zu werden, benötigt man 10.000 XEM und gewisse technische Voraussetzungen. Es ist vor allem jetzt nicht mehr so einfach an diese Menge XEM zu kommen. Beim aktuellen Kurs sind das stolze 16.300$ die man erst einmal investieren muss. Noch heftiger ist es wenn man einen Supernode betreiben will. Man benötigt 3 Millionen XEM, das sind 4,89 Millionen Dollar! Für „Otto Normalo“ ist das nicht mehr zu machen. Da hätte man schon ziemlich früh dabei sein müssen um die 3 Mio XEM zu kaufen.

Laut der offiziellen Webseite werden aktuell 585 Nodes auf der ganzen Welt betrieben. Die meisten Node-Betreiber kommen aus Japan. Dort sitzen 169 Nodes. Für mich überraschend ist der Top Node-Standort Deutschland. Insgesamt werden hier 116 Nodes für das NEM Netzwerk betrieben. Auf Platz 3 liegen die USA mit 82 Nodes.

Vertrauenswürdigkeit von Teilnehmern im Netzwerk

Zusätzlich zu den oben bereits aufgeführten Eigenschaften, implementiert NEM ein System zur Verwaltung von Vertrauensbeziehungen zwischen den einzelnen Netzwerkknoten. EigenTrust++ heißt der Algorithmus der aus Sicht jedes einzelnen Knotenpunktes die Qualität der Blockchainverwaltung durch die anderen Knotenpunkte im Netzwerk bewertet. Diese Vertrauensbeziehungen sind transitiv, vertraut also Knotenpunkt A Knotenpunkt B, vertraut A auch allen Knotenpunkten denen B vertraut. Auf diese Art wird für jeden Knotenpunkt ein Wert der Vertrauenswürdigkeit berechnet, der die Unverletzlichkeit der Blockchain gewährleisten soll.

Zukunft von NEM

Einige werden sich jetzt fragen ob es nun nicht zu spät ist um noch den ein oder anderen XEM zu kaufen. Ich denke nicht, denn im letzten Jahr hat es einige gute Nachrichten für NEM gegeben. Eine davon war, dass WeChat, der größte Bezahl und Nachrichtendienst aus China ein NEM Wallet integrieren will. Auch eine neue Spielplattform namens XArcade (ähnlich wie Steam) soll auf NEM aufbauen. Und natürlich haben auch schon einige Banken Interesse am Projekt gezeigt. Die Chronobank (ich kenne diese Bank nicht) hat bereits einen Token, den TIME-Token auf der NEM Plattform aufgesetzt.

Das alles sind für mich persönlich gute Anzeichen für eine weitere Verbreitung von NEM. Vor allem WeChat mit fast 1 Milliarde Nutzer könnte ein großes Sprungbrett in die Mainstream Nutzung sein.

Das ist jedoch nur meine bescheidene Meinung. Natürlich könnte auch alles ganz anders kommen, und ich verliere mein investiertes Geld. Damit könnte ich aber leben.

WICHTIG ist deshalb: Investiere nur Geld auf das du verzichten kannst! Dieser Beitrag ist keine Finanzberatung, Investmentempfehlung oder sonstiges! Jeder muss für sich selber entscheiden welche Risiken er eingehen will oder was er von diesem Projekt hält!

Das wars erst einmal zu NEM…Falls Fragen aufkommen – einfach schreiben!

Falls ihr meine Beiträge zu meinen anderen Kryptowährungen noch nicht gelesen habt, stelle ich euch noch die Links rein:

https://kryptoblogger.org/2017/11/16/in-welche-kryptowaehrungen-habe-ich-investiert-4/

https://kryptoblogger.org/2017/12/03/steemit-das-soziale-netzwerk-das-dich-bezahlt/

https://kryptoblogger.org/2017/10/30/in-welche-kryptowaehrungen-habe-ich-investiert-3/

https://kryptoblogger.org/2017/10/24/in-welche-kryptowaehrungen-habe-ich-investiert-2/

https://kryptoblogger.org/2017/10/17/in-welche-kryptowaehrungen-habe-ich-investiert/

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Krypto auf!

In welche Kryptowährungen habe ich investiert?

Nummer 4: IOTA

In dieser Reihe möchte ich euch die Währungen, in die ich investiert habe etwas näher bringen. Ich will mit euch teilen warum ich ausgerechnet in diese Coins investiert habe. Dazu gehe ich nach und nach auf alle meine „Favoriten“ ein. Aktuell halte ich 7 verschiedene Kryptowährungen. Den nächsten den ich euch vorstelle, ist „IOTA“.

Ende August diesen Jahres habe ich mir über die Börse Bitfinex einen kleinen Anteil an IOTA gesichert. Leider musste ich schnell feststellen, dass ich zu einem überteuerten Preis gekauft habe. Dies war eine wichtige Lektion für mich, und ist bestimmt auch ein guter Tipp für euch…niemals einfach blind sein Geld investieren, nur weil es gerade einen Hype um eine bestimmte Währung gibt, oder der Kurs immer weiter nach oben schnellt. Meistens folgt daraufhin eine Kurskorrektur, und wenn man hoch einsteigen ist, hat man nach wenigen Tagen Verlust gemacht.

An dem Tag, an dem ich zugeschlagen habe, hatte der Wert fast sein Allzeithoch erreicht und ist danach immer weiter nach unten abgesackt. Bei damals 0,78€ habe ich meine Kauforder gesetzt. Bis zum 2. November 2017 ging es dann stetig nach unten. Der Tiefpunkt lag bei 0,28€. Das ist ein Minus von 64%. Zum Glück hat sich der Kurs seit diesem Tief wieder erholt und steigt seit einigen Tagen wieder. Aktuell liegt er laut Coinmarketcap bei 0,68€ pro Stück.

An diesem Beispiel kann man schön aufzeigen, dass meine Taktik sich hier ausgezahlt hat… gut, ich habe zwar zu teuer gekauft, aber da ich keine Panik bekommen und verkauft habe, habe ich im Prinzip keinen Verlust gemacht. Ich habe einfach abgewartet bis der Kurs wieder steigt. Und das tut er jetzt.

Was ist IOTA?

Aktuell ist IOTA zwischen Dash und Monero die siebt größte Kryptowährung die es zu kaufen gibt. IOTA will eine große Rolle im Internet der Dinge (IoT) einnehmen. Das IoT wächst von Tag zu Tag, immer mehr Maschinen werden ans Internet angeschlossen. Diese Maschinen müssen irgendwie miteinander kommunizieren…da kommt IOTA ins Spiel. Unter dem Begriff „Smart“ oder in der Wirtschaft auch Industrie 4.0 genannt, können sich vielleicht der eine oder andere mehr darunter vorstellen. Es gibt z.B. das „Smart Home“ Smartphone usw. Im Prinzip sind damit nur Geräte gemeint, die miteinander vernetzt sind und die über das Internet gesteuert werden können. (Zum Beispiel die Heizung in einem Smart Home…man kann ganz gechillt mit der richtigen Handy App seine Heizung zu Hause anschalten. So hat man es dann schön warm, wenn man in sein Heim kommt.)

Wie oben angesprochen, Maschinen die ans Internet angeschlossen sind, müssen irgendwie miteinander kommunizieren. Aktuell geht das nicht ohne einen zentralisierten „Mittelsmann“ (ein Server) über den die gesamte Kommunikation läuft und der alles überprüft. Meistens sind diese Mittelsmänner die Firmen, die den entsprechenden Dienst (z.B. Heinzungssteuerung aus der Ferne) anbieten. Diese Firmen lassen die Kommunikation der Geräte über ihren Server laufen der alles kontrolliert und die Geräte so miteinander verbindet. Dabei entsteht ein „Single Point of Failure“ das heißt, sobald der Server, über den die Kommunikation läuft ausfällt weil er z.B. gehackt wird, liegt das ganze System lahm.

Genau hier setzt das IOTA Netzwerk an. Es soll möglich sein, dass die Maschinen direkt miteinander kommunizieren. Hierfür hat IOTA die Blockchain-Technologie weiterentwickelt. Das Ergebnis, der „Tangle“ kann sich durchaus sehen lassen.

Was ist ein Tangle?

Im Vergleich zur Blockchain (Blockkette) ist der Tangle eher ein „Strang an Gewirr“ der immer weiter wächst. Anders als bei der Blockchain jedoch, ist nicht jeder Block oder jeder Knoten mit dem nächsten verbunden, sondern es gibt einen regionalen Bezug. Dieser regionale Aspekt kommt auch bei den Transaktionsverarbeitungen zur Geltung. Bei einer Blockchain muss eine Transaktion von allen Mitgliedern im Netzwerk geprüft und abgesegnet sein bevor sie in einem Block abgelegt wird. Beim Tangle reicht es, wenn eine Transaktion oft genug bestätigt wurde. Klar…je öfter eine Transaktion bestätigt ist, desto sicherer kann man sich sein, dass diese Transaktion auch richtig ist. Und das ist auch das Ziel…jede Transaktion soll so oft wie möglich bestätigt sein. Ob die Sicherheit leidet, wenn eine Transaktion anstatt 5.000 Mal nur 2.000 Mal bestätigt ist, darüber lässt sich streiten. Keine Frage, die Transaktion die 5.000 Mal bestätigt ist, ist sicherer als die andere, jedoch ist das für mich auch eine Frage der Verhältnismäßigkeit. Gerade wenn es um den Stromverbrauch einer Blockchain geht. Sicherer macht die IOTA-Transaktionen der oben erwähnte regionale Bezug. Sprich, wenn ich in Baden-Württemberg eine Transaktion im IOTA-Netzwerk auslöse, werden überwiegend Teilnehmer in Baden-Württemberg meine Transaktion bestätigen. Das schafft in meinen Augen zusätzliche Sicherheit und kompensiert den Verlust durch weniger Bestätigungen.

Ein weiterer Unterschied ist, dass es in der IOTA-Welt keine Miner und keine Transaktionsgebühren gibt. Das heißt, alle IOTA´s die es geben wird, gibt es bereits. Es sind 2 779 530 283 277 761 (2,7 Billiarden) Jedoch gibt es bei diesen Token keine Kommastellen. Die kleinste Einheit ist damit 1 Token. Um zu sich erlauben zu können, keine Gebühren für eine Transaktion zu verlangen, muss der Job der Miner bei IOTA von anderen übernommen werden. Das wurde ganz simpel gelöst. Jeder der eine Transaktion im Netzwerk verschicken will, muss zuerst zwei andere bestätigen. (Im Prinzip kann man den Strom der verbraucht wird um zwei Aktionen zu bestätigen auch als eine Gebühr sehen.)

Diese Merkmale machen IOTA so interessant für das Internet der Dinge. Denn dort werden zum großen Teil sog. Micro oder Nanotransaktionen gebraucht bei denen auf einer Blockchain schnell Gebühren von mehreren Cents oder Euros anfallen würden. Und wer will schon dass einem der Kühlschrank eine Rechnung von mehreren Euro monatl. stellt weil er mit anderen Gräten kommuniziert?

An dieser Stelle möchte ich euch noch ein Video von Dr. Julian Hosp ans Herz legen. Ich finde er erklärt den Aufbau und die Funktion eines Tangles noch etwas ausführlicher. Dr. Julian Hosp ist unter anderem auch Co-Founder von TenX, einem Projekt das an einer Kreditkarte für Kryptowährungen arbeitet. Hier geht´s zum Video!

Einsatzbereiche von IOTA

Mögliche Einsatzbereiche in der Zukunft liegen, klar im Internet der Dinge. Um jedoch etwas genauer zu werden hier eine kleine Aufzählung von möglichen Diensten:

  • Sensoren, die bei einer bestimmten Temperatur die Heizung regeln. (Der Sensor ermittelt die Raumtemperatur. Sobald es eine Abweichung zur eingestellten Temperatur gibt, schickt der Sensor eine direkte Nachricht an die Heizung. -> Die Heizung passt die Temperatur an.)
  • Handel von Strom zwischen privaten Haushalten (Ein Haus braucht an einem Tag weniger Strom als vom Haus selber durch z.B. durch eine Solaranlage gewonnen. Ein Haus in der Nachbarschaft braucht jedoch an diesem Tag mehr Strom als es selbst produziert. Über das IOTA-Netzwerk kann so ein unkomplizierter Handel abgeschlossen werden. Haus A teilt mit, wie viel Strom es zusätzlich braucht. Haus B gibt den Strom frei und sendet die „Rechnung“ mit. Haus A empfängt den Strom und bezahlt direkt.
  • Intelligentes Einparken durch die Kommunikation mit bereits parkenden Autos.

IOTA Stiftung in Deutschland

Am 03.11.2017 wurde die IOTA Foundation als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts durch die Berliner Stiftungsaufsicht zugelassen. Damit existiert in Deutschland nun die erste Stiftung die auf einer Kryptowährung basiert. Ziel dieser gemeinnützigen Stiftung ist es die Förderung von Wissenschaft, Forschung, Bildung zu forcieren. Und natürlich das IOTA-Netzwerk weiterzuentwickeln.

Ich finde das sind gute Anzeichen für die Zukunft. Das Einsatzgebiet von IOTA wird in den nächsten Jahren immer weiter wachsen. Damit wird auch der IOTA-Token immer mehr gefragt werden. Wo wir in 5 Jahren stehen, weiß keiner…aber ich bin wie immer zuversichtlich!

Krypto auf!

In welche Kryptowährungen habe ich investiert?

Nummer 3: Golem

In dieser Reihe möchte ich euch die Währungen, in die ich investiert habe etwas näher bringen. Ich will mit euch teilen warum ich ausgerechnet in diese Coins investiert habe. Dazu gehe ich nach und nach auf alle meine „Favoriten“ ein. Aktuell halte ich 7 verschiedene Kryptowährungen. Den nächst größten Anteil nach Ether und Ripple hat Golem (GNT) in meinem Portfolio.

Bei Golem habe ich ziemlich zur gleichen Zeit zugeschlagen wie bei Ripple. Im Zeitraum von April bis Mai 2017 habe ich mir den GNT-Token gekauft. Mein erster Kauf war zu einem Preis von 0,07€, mein letzter Kauf war bei 0,10€. Wie bei fast allen Kryptowährungen war die Zeit zwischen April und Juni 2017 auch für den GNT-Token recht rasant und es ging im Eiltempo nach oben. Der damalige Höhenflug erreichte das bis heute geltende Allzeithoch von 0,59€. Danach ging es jedoch immer weiter nach unten. Aktuell steht der Kurs bei 0,16€.  (Coinmarketcap 30.10.2017)

Was sind Golem und der GNT Token?

Das Projekt Golem will einen dezentralen Supercomputer schaffen der in direkter Konkurrenz zu Microsoft Azzure, Amazon Web Services und ähnlichen sich bereits am Markt befindenden Angeboten steht.

Kurz zum Verständnis:

Microsoft Azzure und Amazon Web Services sind Produkte der jeweiligen Firma bei denen man Rechenpower kaufen kann. Dazu betreiben die aufgeführten Firmen große Rechenzentren auf der ganzen Welt um für Kunden, die solch eine Infrastruktur nicht haben Rechenleistung zur Verfügung zu stellen. Von Kunden wird diese Rechenleistung oft für Webseiten Hosting, das Rendern von Bildern oder aufwändige Simulationen zu Forschungszwecken benutzt. Auch die Clouds und die immer mehr aufkommenden virtuellen Maschinen beanspruchen die Rechenleistung aus den großen zentralen Rechenzentren. Durch virtuelle Maschinen ist es  Unternehmen und Kommunen möglich die Verwaltung des eigenen Netzwerkes komplett auf Rechnern in einem Rechenzentrum laufen zu lassen ohne eigene Server zu betreiben.

Der gewaltige Unterscheid besteht nun darin, dass die Dienste bei Amazon oder Microsoft alle zentral sind. Diese Zentralisierung entsteht durch die großen Rechenzentren, bei denen viel Hardware an einem Ort aufgebaut ist. Das Golem-Netzwerk will diese Struktur durch ein neues, dezentrales System verändern, indem es jedem der einen PC, Laptop o.ä. hat erlaubt die Rechenleistung, die gerade nicht beansprucht wird, dem Golem-Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Dazu gibt es im Netzwerk drei Arten von Gruppen:

  • Requestors: Das sind diejenigen, die das System für ihre speziellen Aufgaben nutzen wollen. Sprich diejenigen, die Rechenleistung vom Golem-Netzwerk kaufen wollen. Dazu greifen sie gegen eine Gebühr (in GNT) auf die Hard -und Software des Netzwerkes zurück.
  • Providers: Das ist die Gruppe, die dem Netzwerk die Hardware für die Berechnungen der Requestors zur Verfügung stellt. Als Vergütung bekommen sie von den Requestors einen je nach Rechenleistung entsprechenden Betrag in GNT ausgezahlt.
  • Developer: Sie sind die Entwickler des Netzwerkes. Von ihnen werden Softwareplattformen entwickelt, die es dem Golem Netzwerk ermöglichen auf verschiedenste Weisen eingesetzt zu werden. Auch die Entwickler bekommen eine Vergütung in GNT ausgezahlt.

Sollte das alles so klappen wie von Golem beschrieben und gewünscht, könnte das eine große Sache werden. Man muss sich nur einmal vorstellen, wie viele PC´s, Laptops und Handy´s es gibt, die ihre ganze Rechenpower niemals oder ganz selten brauchen. Wenn es gelingt diese ganzen Geräte im Golem-Netzwerk zu verbinden, lässt sich ein gewaltiger dezentraler Supercomputer erschaffen, der überflüssige Hardwareleistung nutzen kann. Aus diesem Grund habe ich in den GNT-Token investiert.

Aktuelle Entwicklung

Wie oben schon erwähnt, hat der GNT Kurs seit Juni 2017 stetig an Wert verloren. Meiner Meinung nach hat dies mehrere Gründe. Einer davon ist sicherlich der große Hype um Kryptowährungen Anfang des Jahres 2017. Besonders im Mai und Juni schoss der Kurs nach oben. Man konnte von einer eindeutigen Überhitzung des Marktes sprechen. Als sich der Markt jedoch wieder abkühlte, sank dabei natürlich auch der Preis des GNT-Token.

Hinzu kommt, dass die Erfolge in der Entwicklung nicht so eingetreten sind wie erhofft. Aktuell ist das Golem-Netzwerk nur in der Lage zu Rendern. Bei den anderen angepeilten Zielen stockt meiner Meinung nach die Entwicklung. Es ist eben nicht immer alles so einfach wie im Whitepaper beschrieben. (Whitepaper: Das sind die „Business Pläne“ der ICO´s. (Was ist ein ICO?) In diesen Papieren werden die Ideen und die Umsetzung des jeweiligen ICO´s beschreiben)

Es könnte auch sein, dass durch den niedrigen Preis des GNT-Tokens die Developer keinen Anreiz haben neue Software für das Netzwerk zu entwickeln da sie als Bezahlung den GNT-Token erhalten. Eine Zwickmühle?

Hoher oder niedriger Kurs, mir ist das egal denn ich glaube weiterhin an das Projekt. Und noch bin ich mit meiner Investition zum Glück im Bereich der grünen Zahlen. Sollte sich das ändern, müsste ich mir noch einmal Gedanken über die Umsetzbarkeit des Projekts und dessen Team machen.

In Golem investieren?

Wie immer, kann ich dir diese Entscheidung nicht abnehmen. Meine Meinung zum Golem-Netzwerk kennst du nun. In meinen Augen ist das ein tolles Vorhaben das ungenutzte Rechenpower sinnvoll einsetzen will.

Falls du investierst, beachte jedoch bitte die Grundregeln: 

  • Nie Geld investieren das du brauchst.
  • Sich nie Geld leihen um es zu investieren
  • Nichts überstürzen, sondern sich erst genau mit dem Thema beschäftigen.

Viel Glück!

Krypto auf!

In welche Kryptowährungen habe ich investiert?

Nummer 2: Ripple

In dieser Reihe möchte ich euch die Währungen, in die ich investiert habe etwas näher bringen. Ich will mit euch teilen warum ich ausgerechnet in diese Coins investiert habe. Dazu gehe ich nach und nach auf alle meine „Favoriten“ ein. Aktuell halte ich 7 verschiedene Kryptowährungen. Den nächst größten Anteil nach Ether hat Ripple (XRP) in meinem Portfolio.

Angefangen in Ripple zu investieren habe ich Ende April 2017. Bis ende Mai 2017 habe ich mehrmals Bitcoins gekauft und mit diesem dann den XRP Coin gekauft. Den größten Anteil an meinem XRP Portfolio habe ich für einen Preis von 0,03€ gekauft. Meine letzte Kauforder war bei 0,20€. An dieser Steigung sieht man sehr deutlich wie schnell die Kurse im Bereich der Kryptowährungen steigen oder fallen können. Innerhalb eines Monats ist der Preis für einen XRP von 0,03€ auf 0,20€ gestiegen. Aktuell steht der Kurs bei 0,17€ (Coinmarketcap am 24.10.2017) Den bislang höchsten Wert hatte ein XRP am 17.Mai 2017 mit 0,35€.

Was ist Ripple eigentlich genau?

Anders als bei vielen anderen Kryptowährungen steckt hinter Ripple keine Community die sich z.B. zu einer Stiftung (Ethereum) zusammengeschlossen hat, sondern eine Firma. (Ripple Laps) Ripple Laps wird von mehreren Investoren unterstützt, darunter unter anderem Andreessen Horowitz und Google Ventures. Ein in Deutschland etwas bekannterer dürfte Karl-Theodor zu Guttenberg sein, der seit Juli 2014 Berater des Unternehmens ist.

Das Besondere ist, dass das Unternehmen keinen Gewinn durch Werbung oder Gebühren machen möchte, sondern nur mit der Wertsteigerung des XRP Coins. Dazu will Ripple Laps 25 Milliarden der insgesamt 100 Milliarden XRP´s einbehalten. Aktuell sind jedoch nur 38,5 Milliarden XRP ausgegeben worden. Die restlichen 61,5 Milliarden werden aktuell noch von Ripple Laps gehalten. Es bleibt abzuwarten wann und wie viele XRP´s noch ausgeschüttet werden. Primäres Geschäftsziel des Unternehmens, ist daher den Coin weiter zu verbreiten und den Nutzen für die Benutzer zu optimieren. Wenn das gelingt, steigt die Nachfrage nach XRP und der Kurs steigt. Dies ist auch einer der Gründe warum ich mir schnell sicher war, dass ich in Ripple investieren möchte.

Was „kann“ Ripple?

In seiner endgültigen Ausbaustufe soll Ripple ein Peer-to-Peer (Rechner-Rechner Verbindung) Zahlungsverfahren sein. In der Ripple-Ledger (Blockchain im Ripple Netzwerk) sind nicht nur alle Transaktionen, sondern auch die übertragenden Gegenwerte gespeichert. Deswegen kann man das Netzwerk auch als eine große Datenbank verstehen, in der IOU´s (Schuldscheine) gespeichert sind, die Banken und andere Finanzinstitute einander ausstellen.

Die gespeicherten Transaktionen sind durch ein Konsens-System innerhalb weniger Sekunden unumkehrbar über das gesamte Netzwerk verteilt. Das erlaubt es Ripple so viele Transaktionen durchzuführen wie z.B. Visa oder MasterCard. Im Vergleich zur Bitcoin Blockchain, die ca. 10 Minuten für eine Transaktion braucht ist das natürlich ein Vorteil. Ein weiterer Vorteil sind die geringeren Gebühren bei Ripple, die laut Webseite 0,0007$ betragen. Wie oben jedoch schon angesprochen, werden die Gebühren nicht von Ripple Laps einkassiert, sondern vernichtet. Das hat den Effekt, dass es mit den Jahren immer weniger XRP´s im Umlauf gibt. Aber keine Panik, wenn von einem Transaktionsvolumen ähnlich wie bei Visa ausgegangen wird, werden zwar jeden Tag 43.200 XRP verbrannt, damit lässt sich laut btc-echo das Netzwerk 2500 Jahre stabil betreiben.

Damit im Ripple Netzwerk nicht nur ein IUO, sondern auch ein Geldwert schnell übertragen werden kann, gibt es sogenannte Gateways. Dabei handelt es sich um „kleine Finanzdienstleister“ die alle das Ripple-Protokoll nutzen. Diese Gateways erlauben es, dass man z.B. sehr schnell Euro in Dollar tauschen kann.

Auch wichtig ist, dass es im Ripple Netzwerk kein mining der Coins gibt. Im Vergleich zu Bitcoin oder Ethereum ein gewaltiger Unterschied. Bitcoins gibt es aktuell 16,6 Millionen. Um die maximale Anzahl von 21 Millionen zu erreichen müssen von den Minern Rechenaufgaben gelöst werden, bei denen die Transaktionen verarbeitet werden. Als Belohnung bekommen sie Bitcoins ausgeschüttet. So nähert sich die Bitcoin Anzahl langsam an 21 Millionen an. Das alles gibt es bei Ripple nicht, sondern es gibt von Anfang an 100 Milliarden XRP´s.

Wie weit ist Ripple verbreitet?

Die Verbreitung von Ripple hat in den letzten Monaten deutlich zugenommen. Banken scheinen dieses Netzwerk zu lieben und schließen sich bereits zu Arbeitsgruppen zusammen und arbeiten auch schon mit der Ripple Blockchain. Auch in China ist Ripple auf dem Vormarsch. Bei einem Forschungsausflug der Chinesischen Zentralbank kam es zu einem treffen auf dem über die Zukunft von Kryptowährungen gesprochen wurde. Zusätzlich möchte die Melinda und Bill Gates Foundation einen Finanzdienst ins Leben rufen, der Entwicklungsländer besonders unterstützen soll. Dieser Finanzdienst soll mit dem Ripple Protokoll funktionieren.

Ich finde das alles sind keine schlechten Zeichen für eine erfolgreiche Zukunft von Ripple. Deshalb werde ich meine XRP´s auch so schnell nicht verkaufen, da ich davon ausgehe dass der Kurs noch weiter ansteigt.

Krypto auf!

In welche Kryptowährungen habe ich investiert?

Nummer eins: Ether

In dieser Reihe möchte ich euch die Währungen, in die ich investiert habe etwas näher bringen. Ich will mit euch teilen warum ich ausgerechnet in diese Coins investiert habe. Dazu gehe ich nach und nach auf alle meine „Favoriten“ ein. Aktuell halte ich 7 verschiedene Kryptowährungen. Den bei weitem größten Anteil in meinem Portfolio hat Ether. Deshalb fangen wir mit diesem Coin an.

Angefangen mit dem ersten Investment in eine Online Währung habe ich im Juni 2016. Als ersten Coin habe ich mir Ether (Die Währung auf der Ethereum Blockchain) ausgesucht. Dies war der zweite Coin nach Bitcoin von dem ich gelesen hatte. Die Idee und das Team dahinter (allen voran Vitalik Buterin) haben mich nach mehreren Tagen Recherche voll und ganz überzeugt. Damals stand der Ether Preis bei ca. 14 Dollar. Heute steht er bei 306 Dollar. (12.10.2017)

Was ist Ethereum (ETH) eigentlich genau?

Nun, vereinfacht lässt sich sagen, dass ETH eine Platform (die Blockchain) ist, die es einem erlaubt Smart Contracts (intelligente Verträge) anzulegen, zu verwalten und auszuführen. Um diese Contracts auszuführen benötigt man Rechenpower von der Blockchain, die man mit Ether bezahlt. Um einen Smart Contract zu erstellen, muss man aktuell noch programmieren können. Dafür wurde eigens eine neue Programmiersprache erfunden. Ihr Name ist Solidity.

Im Unterschied zu Bitcoin, ist Ethereum keine reine Kryptowährung, sondern eine Platform für sogenannte Dapps (Decentralized Apps) die aus Smart Contracts bestehen. Genau das macht Ethereum in meinen Augen so interessant. Die Einsatzmöglichkeiten sind riesig. Angefangen bei Crowdfunding, virtuelle Organisationen, E-voting Systeme und Identity Management. Aus diesem Grund, oder Gründen habe ich mich damals für Ether und gegen Bitcoin entschieden. Das soll übrigens nicht heißen, dass ich von Bitcoin (BTC) nichts halte, im Gegenteil auch der Bitcoin hat in meinen Augen eine Zukunft als Währung. (Dazu: BTC hat am 12.10.2017 ein neues Allzeithoch von ca. 5209 Dollar erreicht.)

Entwicklungsphasen Ethereum:

Für die Ethereum Blockchain sind 4 unterschiedliche Phasen der Entwicklung vorgesehen. Aktuell befinden wir uns noch in Phase 2 (Homestead). Jedoch ist der Weg zur dritten Phase (Metropolis) nicht mehr weit. Geplant ist das „Update“ zum 16./17. Oktober 2017. Die letzte Phase nennt sich Serenity.

Angefangen hat 2015 alles mit der Frontier Version. Dies war eine Ethereum-Beta deren Hauptfunktionen die Smart Contracts und der Proof-of-Work-Algorithmus waren. (Dieser Algorithmus regelt das mining (schürfen) auf der Blockchain. Bekannt wurde er durch Bitcoin, denn auch die Bitcoin Blockchain beinhaltet den Proof-of-Work-Algorithmus. Aktuell wird jedoch schon an einem neuem, dem Proof-of-Stake-Algorithmus gearbeitet. (Auf den Unterschied der beiden Algorithmen gehen wir noch separat ein.)

Investieren?

Du stellst dir jetzt sicher die Frage: „Soll ich jetzt auch in Ethereum investieren?“ So ging es mir jedenfalls als ich mich in meiner „Informationsphase“ befand. Ehrlich gesagt habe ich mehrere Wochen gebraucht, bis ich wirklich Geld in die Hand genommen, und mir die ersten Ether-Coins gekauft habe. Falsch ist das jedoch sicher nicht, denn lieber überlegt man zweimal oder auch dreimal bei so einer Investition. Denn man darf nie vergessen, dass die Blockchain Technologie noch ziemlich am Anfangt steht und man nicht weiß ob sich das alles durchsetzen wird. Angenommen die Blockchain setzt sich durch, weiß man auch nicht welche Coins eine Zukunft haben. Bei aktuell 1159 Coins und Tokens die auf Coinmarketcap gelistet sind, ist das nicht einfach rauszufinden. Und natürlich befindet sich bei dieser Menge an verschiedenen Währungen auch viel Mist den man so gut es geht rausfiltern muss.

Was ich sagen kann: Ich glaube fest an eine Zukunft der Kryptowährungen. Vor allem an die von Ethereum und Bitcoin. Wie die aussehen wird, kann zu dieser Zeit glaube ich niemand sicher sagen. Werden sie die Fiat-Währungen ganz ablösen? Wird es Krypto- und Fiatwährungen geben? Werden Staaten vielleicht sogar eigene Kryptowährungen an den Start bringen? Alles könnte meiner Ansicht nach sein. Lassen wir uns Überaschen!

Krypto auf!