Datum (DAT) – Seine Daten selber verkaufen – Was ist möglich?

Meine Erfahrungen mit der App „datum“ – Gestern habe ich eine Frage über datum (DAT) in den Raum geworfen. Link zum kurzen Beitrag gibts hier:
https://steemit.com/deutsch/@kryptoblogger/frage-an-euch-erfahrungen-mit-datenverkauf-ueber-datum-dat

Jemand der beriets Erfahrungen mit der App und dem Datenverkauf über Datum gemacht hat, hat sich leider bis jetzt noch keiner gefunden. Daher habe ich mir heute einen Account erstellt und mal etwas rumprobiert.

Was man braucht um sich zu registrieren, ist eine Emailadresse und eine Telefonnummer. Per Mail bekommt ihr dann einen Verification Link zugeschickt. Da der Datenverkauf jedoch über eine Smartphone App geht, ist auch zusätzlich eine Identifikation über das Smartphone nötig. Ähnlich wir hier bei Steem, wird euch Datum eine SMS mit einer Pin schicken. Die dann einfach eingeben, und fertig.

So sieht dann das erste der Startbilschirm der App aus:

Was das Desgin und die Bedienbarkeit angeht, finde ich die App bis jetzt ziemlich gelungen. Kann man bei einer 1.3.1 Version aber finde ich auch schon erwarten. Links oben findet man das typische Sympol für das Menü. Darüber sind dann Funktionen wie „Wallet“, „Data Sources“, „Profile“ erreichbar. Des weiteren kann man sich über den Menü Button ausloggen oder den Support kontaktieren. Über eine ältere Version findet man in den Kommentaren im PlayStore noch Meinungen die bemängeln, dass die App unübersichtlich ist. Da hat datum sich also schon verbessert. Ich würde mir noch einen „Zurück“ Button wünschen.

Unter dem Menü sieht man seinen Kontostand in DAT oder USD. Eine Umstellung auf Euro oder irgend eine andere Währung geht nicht.

Verkauf der Mailadresse

Kommen wir nun aber zum Hauptbestandteil der App. Auf dem Bild oben, sind bereits erste Einstellungen zum Datenverkauf zu sehen. Wenn man dann „Click here to earn“ klickt, landet man hier:

Für diejenigen, die vllt. nicht ganz mit english klarkommen (eine deutsche Version gibt es noch nicht) kurz zur Erklärung:
Mit diesem Deal verkaufe ich das Recht mir eine Email zu schicken. Dabei verkaufe ich meine Mailadresse an Datum. Datum schickt mir dann im Auftrag des Käufers eine Mail. Verdienen kann man dabei bis zu 100 DAT. Die Auszahlung ist abängig vom Level des jeweiligen Accounts. Mit Level 1 also vermutlich keine 100 DAT. Wie viel man am Anfang genau bekommt weiß ich nicht. Denn bis jetzt habe ich keine Mail bekommen.

Auf dem Reiter „Details“ werden die die Daten angezeigt, die an Datum verkauft werden. In dem Falle jetzt meine Mailadresse. Einmal wird sie ausgeschrieben angezeigt, und einmal verschlüsselt. Denn Datum verschlüsselt alle Daten die sie erwerben.

Funktionieren tut es nicht

Mit diesem Deal kann ich mich anfreunden. Denn natürlich hab ich nicht meine „Hauptmail“ angegeben, sondern eine, die sich jederzeit wieder löschen lässt. Meine „Spammail“ nenn ich sie immer haha.

Jedoch immer wenn ich den Deal aktzeptiere, dann springt der Balken kurz auf grün (Bild 1) um dann 2 – 3 Minuten später wieder auf grau zu wechseln. Wenn ich den Deal dann wieder und wieder annehme, passiert genau das gleiche. Da ist also noch irgendwo ein Bug drin. Denn irgendeine Fehlermeldung oder ähnliches bekomme ich nicht. Vielleicht ist es auch nur ein Anzeigefehler und es schwirrt bald doch noch eine Mail rein. Mal sehen…ich halte euch auf dem Laufenden.

Verkauf der Standortdaten

Beim zweiten Deal der einem angeboten wird, kann man seine Standortdaten, die über einen Monat gesammelt werden verkaufen.

Diese Daten werden über das Handy gesammelt. Da man sein Handy ja meistens überall dabei hat, entsteht so ein genaues Bewegungsmuster. Für Firmen ist das so genannte Targeting natürlich sehr attraktiv. Auch Parteien wie die CDU oder FDP haben so geziehlt Wahlkampf gemacht.

Schlechtestes Angebot ever

Diesen Deal würde ich persönlich niemals eingehen, da ein komplettes Bewegungsprofil einer Person in meinen Augen ein erheblicher Eingriff in die Privatsphäre ist. Was schlimmers gibt es doch kaum. Und erst recht nicht bei einer Bezahlung von 1 DAT im Monat. Das sind nach aktuellem Kurs 0,02$. Wohl das schlechteste Angebot das mir jemals Untergekommen ist. Klar…der Preis eines DAT könnte in Zukunft auch noch steigen. Damit das aber bei 1 DAT pro Monat ein fairer Deal werden würde, müssten ja tausende Raketen gezündet werden. Zum Mond passt da gar nicht mehr – in die nächste Galaxie schon eher.

Ob diese Funktion funktioniert kann ich euch nicht sagen. Denn natürlich habe ich den Deal nicht angenommen.

Zusätzliche Datenquellen

Über das Menü können zusätzliche Datenquellen in die App integriert werden. So schaut das Ganze dann aus:

Da ich keine dieser Apps auf meinem Handy habe, fallen diese Optionen jedoch für mich flach. Neue Datenquellen sollen bald dazukommen. WhatsApp könnte da vielleicht interessant sein. Mal sehen was da noch kommt. Sollten die Angebote jedoch ähnlich Mies sein wie das mit den Standortdaten, dann würde ich das keinem Empfehlen.

Fazit

Unterm Strich ist die App im aktuellen Zustand nicht zu gebrauchen. Das handling ist zwar in Ordnung, jedoch sind die Angebote aus meiner Sicht nicht attraktiv genug. Den „Mail-Deal“ würde ich ja noch einsehen, aber leider verbuggt. Das Angebot 1 DAT für 1 Monat Nutzerdaten hingegen ist ein Witz.

Ich kann kaum glauben, dass sich zu den konditionen viele Leute finden die darauf eingehen. Wie gesagt…auch wenn der DAT im Preis noch steigen sollte. Dafür sind persönliche Daten zu wichtig. Gestern war ich noch der Meinung: „Daten werden ja eh gesammelt – dann kann ich sie ja wenigstens noch selber verkaufen.“ Heute sage ich: Unter den Umständen sicher nicht.

Vorerst werde ich die App mal noch auf meinem Handy lassen um zu sehen ob neue Angebote oder neue Datenquellen verfügbar werden. Vielleicht wird ja auch der Bug des Maildeals gelöst. Dann gibts hier natürlich ein Update.

Ach ja…es gibt übrigens auch einen Menüpunkt Account löschen. Wer also selber mal rumtesten will, kann dies machen und danach einfach alle Daten löschen lassen.

Was haltet ihr vom Angebot? Lasst es mich wissen. Vielleicht gibt es ja auch noch jemanden mit einer völlig anderen Meinung? Bin gespannt.

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Krypto auf!

Das e-chat ICO – Und warum ich nicht investiere

Eigentlich wollte ich heute darüber schreiben wie ich in das ICO „e-Chat“ investiert habe. Doch das kann ich nicht…weil ich nach weiterer Recherche zu dem Schluss gekommen bin, dass ich nicht investiere. Nun schreibe ich über das „Warum?“ Außerdem will ich euch euch am Beispiel von e-Chat zeigen, dass auch in der Kryptowelt reichlich getrickst wird.

Zunächst einmal zum ICO: Aktuell läuft die zweite Runde des ICO´s. Man bekommt für 1 BTC

18 931 ECH-Token. Für einen ETH gibt es 927 ECHT. In Dollar sind das 0,8$ pro ECHT. Es kann jedoch auch mit Litecoin, BitcoinCash, Dash, EthereumClassic und BitcoinGold investiert werden. Noch 7 Tage läuft das ICO, dann ist die Aktion vorbei.

Was ist e-Chat?

e-Chat möchte ein dezentraler anonymer multitasking Messenger sein mit dem man Geld verdienen kann. Klingt erst einmal schön…Mich hat es direkt an We-Chat aus China erinnert. Genauso wie We-Chat möchte auch e-Chat eine Multifunktionsplattform sein. Man soll chatten, Sprach und Videonachrichten senden, Gruppenchats eröffnen, Zahlungen mit Kryptowährungen und normalen Überweisungen abwickeln können. Des Weiteren soll man sich ein Profil ähnlich wie bei Facebook oder Instagram erstellen können. Die Bereiche Social Media, Chats, Shopping und Finanzen sind damit in einer Anwendung vereint. Somit wäre es wie bei We-Chat möglich einen großen Teil seines Lebens mit e-Chat zu verwalten und zu organisieren. Natürlich soll bei e-Chat alles dezentral und verschlüsselt sein. Dies ist für mich der einzige Unterschied zum bereits in China weit verbreitenen We-Chat der Firma Tencent. Ach ja…der ECH-Token ist übrigens ein ERC-20 Token. Er basiert also auf der Ethereum Blockchain.

Die Tatsache dass e-Chat in Hong Kong ansässig ist und nicht in China macht für mich Sinn. Direkt in China ist es wohl unmöglich eine anonyme und verschlüsselte Anwendung auf den Markt zu bringen ohne dass der Staat eingreift. Außerdem sind in China ICO´s aktuell verboten. Ob es aus der Stadt mit dem Sonderstatus Hong Kong funktioniert kann ich nicht sagen. Ich bin jedoch skeptisch. Sollte es funktionieren, wird es dennoch schwer die Dapp in China am Staat vorbei für alle Nutzer zugänglich zu machen. Bessere Chancen hat das Unternehmen wohl wenn sie sich auf Europa oder Amerika konzentrieren. Und das machen sie auch. Auf der offiziellen Seite gibt es das Whitepaper in 12 verschiedenen Sprachen. Das hab ich so auch noch nicht gesehen. Auch eine deutsche Version ist verfügbar…das deutsch ist jedoch ziemlich holprig.

Zu viele negative Eindrücke

Dieses holprige deutsch war für mich ein erster Indiz für ein möglicherweise schlechtes Investment. Ich meine, wenn ich schon ein Dokument in eine andere Sprache übersetze, dann sehe ich zu, dass es auch richtig ist indem ich einen Dolmetscher damit beauftrage und eben nicht den Google Übersetzer. Das hätte ich dem Team aber noch verziehen.

Nicht so leicht zu verzeihen ist die Tatsache, dass praktisch nichts über das Team hinter e-Chat auf der offiziellen Seite bekannt gegeben wird. Von einem guten ICO erwarte ich, dass ich ohne großen Aufwand rausfinden kann wer hinter einem Projekt steckt. Es gibt zwar auch bei e-Chat eine kleine Auflistung des Teams und jeder hat ein Profil bei LinkedIn…bringt mir jedoch nichts, da ich auf LinkedIn nicht angemeldet bin. Ich erwarte keine Romane von den Gründern, aber eine kurze Vorstellung, die bisherige Laufbahn, Ausbildung usw. würde ich schon gerne von den einzelnen Gründern erfahren. Ein paar Namen habe ich dann einfach gegoogelt, gefunden habe ich wenig. Ein Teammitglied war früher bei der Deutschen Bank. Das alles erweckt bei mit kein Vertrauen.

Auch hat es mich gewundert, dass im Team kein einziger Programmierer oder Blockchain Entwickler ist. Ich meine, das Projekt ist jetzt nicht gerade klein, der Programmieraufwand dürfte immens werden, denn aktuell kann die Dapp nicht viel mehr als Nachrichten versenden. Wer soll denn die ganzen Zeilen an Code schreiben die es braucht um eine solche Plattform zu bauen? Marketing Manager, General Manager, Projekt Manager oder Marketing Strategen bekommen das glaube ich nicht hin.

Gekaufte Artikel

Zu 100% von einem Investment abgeschreckt hat mich dann die ziemlich aggressive Marketing Strategie von e-Chat. Ich habe auf der Seite von BTC-Echo bereits einige Werbebanner von e-Chat gesehen. Auch der Artikel den BTC-Echo über das e-Chat ICO gepostet hat, war mit „Sponsored“ gekennzeichnet. Mir ist das anfangs gar nicht aufgefallen…bis mir dann auffiel, dass hier doch schon auffallend positiv über das ICO berichtet wird. Ich verlinke euch den „Artikel“ unten. Eigentlich ist es eher Werbung.

Das war jedoch noch nicht alles. Auf der Seite von e-Chat wird damit geworben auf welchen Portalen schon über e-Chat berichtet worden ist. Dort befindet sich unter anderem das Logo von BTC-Echo. Auch der Cointelegraph, bitcoin.com oder das Forbes Magazin sind dort aufgelistet. Ich vermute die meisten wenn nicht alle Artikel wurden gegen Bezahlung abgedruckt.

Staunen musste ich dann bei den Beiträgen vom „Cointelegraph“ und von „CryptoCoin News“. Dort wurde einfach der exakt gleiche Artikel zum Thema e-Chat veröffentlicht! Beim „Portal do Bitcoin“ wurde so wie es aussieht der Text einfach ins portugiesische übersetzt und fertig.

Die Links zu den drei gleichen „Artikeln“

https://www.ccn.com/first-decentralized-multi-task-e-chat-messenger-pre-ico-begins/

https://cointelegraph.com/press-releases/e-chat-pre-ico-first-decentralized-messenger-with-capabilities-of-a-multi-currency-crypto-wallet

https://portaldobitcoin.com/pre-ico-do-e-chat-primeiro-messenger-descentralizado-com-carteira-multi-criptomoedas-esta-procurando-parceiros/

Hier noch der von BTC-Echo:

https://www.btc-echo.de/e-chat-befindet-sich-in-seiner-ersten-ico-phase-die-in-2-wochen-enden-wird/

Ich schliesse daraus, dass die Artikel 1. natürlich alle gekauft sind und 2. sie sogar teilweise von e-Chat selber geschrieben wurden. Das geht gar nicht! Was soll denn dieser Mist? Sowas geht mir echt auf die Nerven…kaum haben die Krypto-Seiten eine gute Reichweite aufgebaut…schon nimmt man die Verantwortung nicht mehr ernst und schreibt irgendeinen Mist. Hauptsache man wird dafür bezahlt.

Hier wird deutlich wie aggressiv e-Chat versucht den Bekanntheitsgrad des ICO´s zu vergrößern um mehr Geld einzunehmen. Das erinnert mich an ein ICO das von Paris Hilton gepusht wurde und sich mittlerweile als Betrug herausgestellt hat.

Ich lasse meine Finger definitiv weg von e-Chat! Ein Investment kann ich auch dir nicht empfehlen. Ich denke aufgrund der oben genannten Punkte ist das Risiko eines Totalverlusts ziemlich hoch. Es kann natürlich auch sein, dass ich falsch liege und der ECHT in den nächsten Jahren ein super Investment ist. Dann ist es eben so..es gibt in meinen Augen jedoch bessere Projekte in die man investieren kann.

Nun wünsche ich dir schöne, ruhige und gemütliche Weihnachtsfeiertage. Lass dich reichlich beschenken und falls du Geld bekommst…direkt in den Kryptomarkt damit 😀

Vermutlich werde ich mich zwischen Weihnachten und Neujahr noch einmal zu Wort melden. Wundert euch jedoch nicht, falls es die nächsten Tage etwas ruhiger wird in der Welt der Kryptos.

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Peace out! Krypto auf!

Der Krypto Jahresrückblick 2017

Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende zu…und oh man, was war das bitte für ein geiles Jahr für die gesamte Kryptowelt! Wenn man sich die nüchternen Zahlen anschaut, könnte man fast meinen, dass alles nur ein zu schöner Traum ist. In 2017 sind die Themen Bitcoin, Blockchain und Krypto in der Welt angekommen. Es wurde so viel über die Kurse, die neue Technologie und über Projekte berichtet wie nie. Durch die enorme Berichterstattung wuchs natürlich auch die Anzahl der Kritiker. Gerade wirtschaftsnahe und konservative Zeitungen haben nicht mit Kritik gespart.

Ich finde man konnte dieses Jahr gut beobachten wie Börsenexperten, Analysten und Wirtschaftsjournalisten förmlich am Bitcoin verzweifelten. Immer wieder waren sie von den extremen Kursanstiegen überrascht und ratlos. Viele haben einfach noch nicht begriffen was die Blockchain und eine Kryptowährung wirklich ist und was damit alles möglich ist. Was man nicht versteht, das lehnt man erst einmal ab. Deshalb auch die vielen warnenden Worte aus der Finanzwelt im Jahr 2017. Oder ist es einfach nur Angst? 😀

Vielleicht ändert sich ja durch den Bitcoin Future in Zukunft. Obwohl ich mir noch immer nicht sicher bin, ob ich es gut finden soll, das die Finanzwelt Zugriff durch Wertpapiere auf Kryptos bekommt. Für die Akzeptanz und Verbreitung allerdings ist es allemal hilfreich.

Um einmal zu verdeutlichen wie heftig die Kryptowelt in 2017 gewachsen ist, zeige ich euch einige Zahlen vom 30.12.2016 und im Vergleich dazu die Zahl von heute:

Gesamte Marktkapitalisierung am

30.12.2016: 17,5 Milliarden Dollar

30.12.2017: 563 Milliarden Dollar

In einem Jahr ist die Marktkapitalisierung aller Kryptowährungen um 545,5 Milliarden Dollar gewachsen. In Prozent sind das 3200%!

Preis des Bitcoins am

30.12.2016: 951$

30.12.2017: 12 970$

Der Preis ist innerhalb von 12 Monaten um 12 019$ angestiegen. Das sind 1360%!

Preis Ether am

30.12.2016: 8$

30.12.2017: 709$

Ein Ether kostet damit 701$ mehr als noch vor einem Jahr. Prozentual ist das eine Steigerung von 8860%!

Preis Dash am

30.12.2016: 11$

30.12.2017: 996$

Als letztes blicken wir noch auf Dash. Ein Dash kostet 985$ mehr als noch vor einem Jahr. Auch hier noch das Wachstum in Prozent: 9050%!

Dash wäre damit die beste Investition in die „großen“ gewesen. Es kann sein, dass es einen kleinen Coin gibt, der innerhalb eines Jahres noch mehr zugelegt hat. Aber ich denke es ist klar geworden worauf ich hinaus will, denn diese Zahlen sind einfach irre und kaum zu begreifen. Damit ist natürlich auch ganz klar widerlegt, dass man hätte schon 2008 oder 2013 hätte einsteigen müssen um noch von den Kursanstiegen profitieren zu können.

Bei all der Euphorie darf man jedoch nicht vergessen, dass es in 2018 auch ganz anders laufen kann.

Hard Forks

Das Jahr 2017 war jedoch nicht nur von Kurszuwächsen geprägt, sondern es brachte auch viele neue Coins aus Blockchain Abspaltungen hervor. Es wurde geforkt bis zum abwinken. Allein auf Wikipedia zähle ich 19 Hard Forks des Bitcoins. Darunter Bitcoin Gold, Bitcoin Diamond, Super Bitcoin und natürlich Bitcoin Cash. Die erfolgreichste Abspaltung der Bitcoin Blockchain ist der Bitcoin Cash. Mit einer Marktkapitalisierung von 41 Milliarden Dollar steht reiht sich der BCH auf Platz 4 der größten Kryptos ein.

Von den vielen Forks kann man halten was man will, ich bin allerdings kein Fan davon. In meinen Augen wäre es sinnvoller als Community zusammenzustehen und an einer gemeinsamen Lösung für die vorhandenen Probleme zu arbeiten. Es macht keinen Sinn, sich sofort abzuspalten wenn man der Meinung ist dies oder jenes sollte anders geregelt werden. Einige meinen es mit ihren Forks bestimmt auch gut, schaden aber trotzdem der Krypto Community. Andere wiederum wollten durch einen Fork nur das schnelle Geld verdienen indem sie einen neuen Coin schaffen um ihn dann zu verkaufen. Ein gutes Beispiel ist der Bitcoin Gold, der in meinen Augen nur ein „Scam-Coin“ ist.

ICO´s

Natürlich dürfen in einem Jahresrückblick der Kryptowelt die ICO´s (Initial Coin Offerings) nicht fehlen. Insgesamt gab es 235 ICO´s im Jahr 2017. Dabei wurden 3,7 Milliarden Dollar in Kryptowährungen eingesammelt. Die mit 257 Millionen Dollar größte Summe konnte das Projekt Filecoin einsammeln. Mit 232 Millionen Dollar eingesammeltem Kapital war Tezos das nächst größte ICO. Auf Platz drei liegt EOS mit 185 Millionen Dollar.

Im Vergleich mit dem Jahr 2016 ist auch das ein enormer Anstieg. 2016 gab es insgesamt 46 ICO´s bei denen insgesamt 96 Millionen Dollar eingesammelt wurden. Damals konnte Waves mit 16,4 Millionen die größte Summe für sich verbuchen.

Für ICO´s war 2017 sicherlich ein sehr gutes Jahr. In den nächsten Jahren wird sich jedoch zeigen welche Projekte und welche Teams sich durchsetzen werden. Denn eines ist klar: Einige werden den Sprung nicht schaffen. Welche das sein werden, wird uns die Zeit zeigen.

Regierungen und Kryptowährungen

Teilweise Turbulent ging es auch in der Politik zu wenn es um das Thema Kryptowährung ging. Am heftigsten hat China auf den Kryptoboom reagiert. Dort wurden ICO´s kurzerhand vorerst komplett verboten und auch der Handel mit Kryptowährungen erheblich erschwert. In Großbritannien wird nun über eine Regulierung diskutiert. Südkorea hat vor ein paar Tagen bekannt gegeben, dass der anonyme Handel mit Kryptos im Inland nicht mehr erlaubt sein soll. Russland steht dem Bereich der Kryptos auch eher skeptisch entgegen und will sogar einen eigenen Kryptorubel an den Start bringen.

In Japen hingegen ist der Bitcoin bereits als offizielles Zahlungsmittel zugelassen. In der Schweiz akzeptieren immer mehr Behörden den Bitcoin als Zahlungsmittel. Es gibt also wie immer, solche und solche Staaten. Ich frage mich jedoch immer: Wie soll eine nationale Regierung eine Sache regulieren die unabhängig von Grenzen und Staaten funktioniert? Das Jahr 2018 bleibt in dieser Hinsicht also spannend.

Von der deutschen Regierung habe ich bis jetzt noch wenig bis gar nichts gehört. Die Bafin hat vor ICO´s und den volatilen Kursen gewarnt, jedoch ist mir nicht bekannt dass Deutschland in naher Zukunft regulierend eingreifen will. Sehr positiv ist, dass die EU auch noch keine Regulierung vorsieht. Das ganze Thema Kryptowährung sei schlichtweg noch zu klein und man sehe keine Notwendigkeit einzugreifen. Ähnlich sehen das auch die Amerikaner…das freut mich. Für die Kryptowelt heißt das: Es ist noch potenzial nach oben da!

Unterm Strich war es für die Kryptowelt ein Boom-Jahr. Ich denke da sind wir alle einer Meinung. Die Verbreitung im Mainstream hat begonnen und wird auch in 2018 weiter voranschreiten. Die Akzeptanz wird steigen und mehr Leute werden den Schritt in die Welt der Kryptos wagen. Davon bin ich überzeugt.

Das wars von mir für dieses Jahr! Auf den Social Media Seiten werde ich nach wie vor aktiv sein. Hier auf meiner Seite jedoch erst wieder im neuen Jahr. Deshalb wünsche dir an dieser Stelle einen super Start ins Jahr 2018! Viel Glück bei deinen Entscheidungen und natürlich massive Gewinne 🙂

Vielen Dank für euren super Support! Peace out!

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