Nummer 4: IOTA

In dieser Reihe möchte ich euch die Währungen, in die ich investiert habe etwas näher bringen. Ich will mit euch teilen warum ich ausgerechnet in diese Coins investiert habe. Dazu gehe ich nach und nach auf alle meine „Favoriten“ ein. Aktuell halte ich 7 verschiedene Kryptowährungen. Den nächsten den ich euch vorstelle, ist „IOTA“.

Ende August diesen Jahres habe ich mir über die Börse Bitfinex einen kleinen Anteil an IOTA gesichert. Leider musste ich schnell feststellen, dass ich zu einem überteuerten Preis gekauft habe. Dies war eine wichtige Lektion für mich, und ist bestimmt auch ein guter Tipp für euch…niemals einfach blind sein Geld investieren, nur weil es gerade einen Hype um eine bestimmte Währung gibt, oder der Kurs immer weiter nach oben schnellt. Meistens folgt daraufhin eine Kurskorrektur, und wenn man hoch einsteigen ist, hat man nach wenigen Tagen Verlust gemacht.

An dem Tag, an dem ich zugeschlagen habe, hatte der Wert fast sein Allzeithoch erreicht und ist danach immer weiter nach unten abgesackt. Bei damals 0,78€ habe ich meine Kauforder gesetzt. Bis zum 2. November 2017 ging es dann stetig nach unten. Der Tiefpunkt lag bei 0,28€. Das ist ein Minus von 64%. Zum Glück hat sich der Kurs seit diesem Tief wieder erholt und steigt seit einigen Tagen wieder. Aktuell liegt er laut Coinmarketcap bei 0,68€ pro Stück.

An diesem Beispiel kann man schön aufzeigen, dass meine Taktik sich hier ausgezahlt hat… gut, ich habe zwar zu teuer gekauft, aber da ich keine Panik bekommen und verkauft habe, habe ich im Prinzip keinen Verlust gemacht. Ich habe einfach abgewartet bis der Kurs wieder steigt. Und das tut er jetzt.

Was ist IOTA?

Aktuell ist IOTA zwischen Dash und Monero die siebt größte Kryptowährung die es zu kaufen gibt. IOTA will eine große Rolle im Internet der Dinge (IoT) einnehmen. Das IoT wächst von Tag zu Tag, immer mehr Maschinen werden ans Internet angeschlossen. Diese Maschinen müssen irgendwie miteinander kommunizieren…da kommt IOTA ins Spiel. Unter dem Begriff „Smart“ oder in der Wirtschaft auch Industrie 4.0 genannt, können sich vielleicht der eine oder andere mehr darunter vorstellen. Es gibt z.B. das „Smart Home“ Smartphone usw. Im Prinzip sind damit nur Geräte gemeint, die miteinander vernetzt sind und die über das Internet gesteuert werden können. (Zum Beispiel die Heizung in einem Smart Home…man kann ganz gechillt mit der richtigen Handy App seine Heizung zu Hause anschalten. So hat man es dann schön warm, wenn man in sein Heim kommt.)

Wie oben angesprochen, Maschinen die ans Internet angeschlossen sind, müssen irgendwie miteinander kommunizieren. Aktuell geht das nicht ohne einen zentralisierten „Mittelsmann“ (ein Server) über den die gesamte Kommunikation läuft und der alles überprüft. Meistens sind diese Mittelsmänner die Firmen, die den entsprechenden Dienst (z.B. Heinzungssteuerung aus der Ferne) anbieten. Diese Firmen lassen die Kommunikation der Geräte über ihren Server laufen der alles kontrolliert und die Geräte so miteinander verbindet. Dabei entsteht ein „Single Point of Failure“ das heißt, sobald der Server, über den die Kommunikation läuft ausfällt weil er z.B. gehackt wird, liegt das ganze System lahm.

Genau hier setzt das IOTA Netzwerk an. Es soll möglich sein, dass die Maschinen direkt miteinander kommunizieren. Hierfür hat IOTA die Blockchain-Technologie weiterentwickelt. Das Ergebnis, der „Tangle“ kann sich durchaus sehen lassen.

Was ist ein Tangle?

Im Vergleich zur Blockchain (Blockkette) ist der Tangle eher ein „Strang an Gewirr“ der immer weiter wächst. Anders als bei der Blockchain jedoch, ist nicht jeder Block oder jeder Knoten mit dem nächsten verbunden, sondern es gibt einen regionalen Bezug. Dieser regionale Aspekt kommt auch bei den Transaktionsverarbeitungen zur Geltung. Bei einer Blockchain muss eine Transaktion von allen Mitgliedern im Netzwerk geprüft und abgesegnet sein bevor sie in einem Block abgelegt wird. Beim Tangle reicht es, wenn eine Transaktion oft genug bestätigt wurde. Klar…je öfter eine Transaktion bestätigt ist, desto sicherer kann man sich sein, dass diese Transaktion auch richtig ist. Und das ist auch das Ziel…jede Transaktion soll so oft wie möglich bestätigt sein. Ob die Sicherheit leidet, wenn eine Transaktion anstatt 5.000 Mal nur 2.000 Mal bestätigt ist, darüber lässt sich streiten. Keine Frage, die Transaktion die 5.000 Mal bestätigt ist, ist sicherer als die andere, jedoch ist das für mich auch eine Frage der Verhältnismäßigkeit. Gerade wenn es um den Stromverbrauch einer Blockchain geht. Sicherer macht die IOTA-Transaktionen der oben erwähnte regionale Bezug. Sprich, wenn ich in Baden-Württemberg eine Transaktion im IOTA-Netzwerk auslöse, werden überwiegend Teilnehmer in Baden-Württemberg meine Transaktion bestätigen. Das schafft in meinen Augen zusätzliche Sicherheit und kompensiert den Verlust durch weniger Bestätigungen.

Ein weiterer Unterschied ist, dass es in der IOTA-Welt keine Miner und keine Transaktionsgebühren gibt. Das heißt, alle IOTA´s die es geben wird, gibt es bereits. Es sind 2 779 530 283 277 761 (2,7 Billiarden) Jedoch gibt es bei diesen Token keine Kommastellen. Die kleinste Einheit ist damit 1 Token. Um zu sich erlauben zu können, keine Gebühren für eine Transaktion zu verlangen, muss der Job der Miner bei IOTA von anderen übernommen werden. Das wurde ganz simpel gelöst. Jeder der eine Transaktion im Netzwerk verschicken will, muss zuerst zwei andere bestätigen. (Im Prinzip kann man den Strom der verbraucht wird um zwei Aktionen zu bestätigen auch als eine Gebühr sehen.)

Diese Merkmale machen IOTA so interessant für das Internet der Dinge. Denn dort werden zum großen Teil sog. Micro oder Nanotransaktionen gebraucht bei denen auf einer Blockchain schnell Gebühren von mehreren Cents oder Euros anfallen würden. Und wer will schon dass einem der Kühlschrank eine Rechnung von mehreren Euro monatl. stellt weil er mit anderen Gräten kommuniziert?

An dieser Stelle möchte ich euch noch ein Video von Dr. Julian Hosp ans Herz legen. Ich finde er erklärt den Aufbau und die Funktion eines Tangles noch etwas ausführlicher. Dr. Julian Hosp ist unter anderem auch Co-Founder von TenX, einem Projekt das an einer Kreditkarte für Kryptowährungen arbeitet. Hier geht´s zum Video!

Einsatzbereiche von IOTA

Mögliche Einsatzbereiche in der Zukunft liegen, klar im Internet der Dinge. Um jedoch etwas genauer zu werden hier eine kleine Aufzählung von möglichen Diensten:

  • Sensoren, die bei einer bestimmten Temperatur die Heizung regeln. (Der Sensor ermittelt die Raumtemperatur. Sobald es eine Abweichung zur eingestellten Temperatur gibt, schickt der Sensor eine direkte Nachricht an die Heizung. -> Die Heizung passt die Temperatur an.)
  • Handel von Strom zwischen privaten Haushalten (Ein Haus braucht an einem Tag weniger Strom als vom Haus selber durch z.B. durch eine Solaranlage gewonnen. Ein Haus in der Nachbarschaft braucht jedoch an diesem Tag mehr Strom als es selbst produziert. Über das IOTA-Netzwerk kann so ein unkomplizierter Handel abgeschlossen werden. Haus A teilt mit, wie viel Strom es zusätzlich braucht. Haus B gibt den Strom frei und sendet die „Rechnung“ mit. Haus A empfängt den Strom und bezahlt direkt.
  • Intelligentes Einparken durch die Kommunikation mit bereits parkenden Autos.

IOTA Stiftung in Deutschland

Am 03.11.2017 wurde die IOTA Foundation als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts durch die Berliner Stiftungsaufsicht zugelassen. Damit existiert in Deutschland nun die erste Stiftung die auf einer Kryptowährung basiert. Ziel dieser gemeinnützigen Stiftung ist es die Förderung von Wissenschaft, Forschung, Bildung zu forcieren. Und natürlich das IOTA-Netzwerk weiterzuentwickeln.

Ich finde das sind gute Anzeichen für die Zukunft. Das Einsatzgebiet von IOTA wird in den nächsten Jahren immer weiter wachsen. Damit wird auch der IOTA-Token immer mehr gefragt werden. Wo wir in 5 Jahren stehen, weiß keiner…aber ich bin wie immer zuversichtlich!

Krypto auf!

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