Am Donnerstag den 9. November 2017 stand der Kurs des BTC Cash noch bei 631$. Heute am 11. November 2017 steht er bei 1.308$. Das ist ein Kursanstieg von mehr als 100% in den letzen zwei Tagen. Der Kurs des Bitcoins musste dagegen wieder etwas federn lassen. Aktuell steht der BTC bei 6.420$ und hat damit seit dem Allzeithoch vom 08. November 2017 (7.776$) 1.356$ innerhalb von 2 Tagen verloren. 

                                           (Quelle Kurse und Bild: www.coinmarketcap.com)

Was sind die Ursachen?

Der Aufstieg des Bitcoin Cash und das einbüßen des Bitcoin Kurses stehen miteinander in Verbindung. Ein Grund für die Korrektur des BTC dürfte die enorme Rally bis fast an die 8.000$ Marke sein. Es ist ganz normal, dass wenn ein Kurs innerhalb so kurzer Zeit so in die Höhe schiesst, es wieder eine Korrektur nach unten gibt. Verstärkt wird diese Korrektur durch die Nachrichten bzgl. des geplanten, jetzt jedoch abgesagten Hard Forks der Bitcoin Blockchain. (Was ist eine Hard Fork? In diesem Beitrag gehe ich darauf ein)

Ursprünglich war das SegWit2x Update geplant um die Skalierungsdebatte endlich zu beenden. Denn seit einer gefühlten Ewigkeit wird sich in der Bitcoin Community darum gestritten, wie man die steigende Anzahl an Transaktionen bewältigen kann. Eine Möglichkeit wäre eine größere Blocksize. Aktuell ist jeder Block, der der Bitcoin-Blockchain hinzugefügt wird 1MB groß. Eine Transaktion ist ca. 250 Bytes groß, es passen also 4.000 Transaktionen in einen Block. Alle 10 Minuten wird der Blockchain ein neuer Block hinzugefügt. So sind also 7 Transaktionen in der Sekunde möglich. Mit einer Erhöhung der Blockgröße auf 2MB (SegWit2x) würde sich die Zahl an Transaktionen in der Sekunde verdoppeln. Im Vergleich zu anderen Bezahldiensten wie Visa, ist das jedoch immer noch viel zu wenig.

Bereits aus diesem „Streit“ in der Community entwickelte sich die Hard Fork, die zum BitcoinCash führte. Am 1. August 2017 gabelte sich die Bitcoin-Blockchain in zwei verschiedene Stränge ab. Ein Strang ist die „normale“ Bitcoin-Blockchain, der andere Strang ist die BitcoinCash-Blockchain. Die BitcoinCash-Blockchain verfügt aktuell schon über eine Blocksize von 8MB. Sprich, es können 8 Mal so viele Transaktionen pro Sekunde verarbeitet werden als auf der Bitcoin-Blockchain.

Warum also nicht auch bei Bitcoin größere Blöcke?

Leider bringt die Maßnahme die Blöcke zu vergrößern auch Nachteile mit sich. Der Hauptgrund dürfte sein, dass sich größere Blöcke negativ auf die Dezentralität auswirken. Denn durch größere Blöcke steigen die Kosten für die Nodes. (Nodes sind die Knotenpunkte im Netzwerk die jede Transaktion verarbeiten) Jeder der einen Node betreibt sendet, empfängt, prüft und leitet die Transaktion weiter. Das kostet natürlich Strom, und wenn es zu viele Transaktionen werden, wird es für den „kleinen Mann“ unattraktiver einen Node zu betreiben. Das hat den Effekt, dass sich immer mehr Nodes in immer weniger Händen befinden. Nur noch die großen Mining Firmen betreiben Nodes…und das ist schlecht für die Dezentralität der Blockchain. Ich bin gespannt wie in Zukunft mit diesem Problem umgegangen wird.

In meinem Beitrag (Ein guter Zeitpunkt um einzusteigen?) beschreibe ich, warum ich der Meinung bin, dass der Bitcoin steigt. Meiner Ansicht nach, haben viele auf eine Hard Fork spekuliert um einen neuen Coin zu erhalten der mit der SegWit2x Fork gekommen wäre. Da sich dies nun nicht bestätigt hat, ziehen viele ihr Kapitalwieder aus Bitcoin ab. -> Der Kurs fällt.

Es bleibt auch in den nächsten Tagen und Wochen spannend zu beobachten wie sich der Markt rund um Bitcoin, BitcoinCash verhält. Kann der BitcoinCash den Bitcoin vielleicht sogar angreifen? Die dritt größte Kryptowährung ist er mittlerweile schon, da er sich vor einigen Tagen an Ripple vorbeigeschoben hat.

Mich kotzt an, dass ich nicht in BitcoinCash drin bin, denn die 100% Kursgewinn aus den letzten zwei Tagen hätte ich doch auch gerne mitgenommen. Hellsehen müsste man können….

Krypto auf!

Share This
%d Bloggern gefällt das: