Beitrag zu den Kursexplosionen der Kryptos

Viele von euch werden es die letzten Tage schon mitbekommen haben. Der ganze Sektor Kryptowährungen befand sich in der letzen Woche massiv im Aufschwung. Die gesamte Marktkapitalisierung stieg innerhalb von sieben Tagen von 240 Mrd. auf aktuell 302 Mrd. Dollar. Ethereum verbuchte in den letzten sieben Tagen ein Plus von 33%. Dash hat in diesem Zeitraum über 42% gewonnen. Der Litecoin liegt bei rund 26% Wertzuwachs. Dagegen sind die 20%, die der Bitcoin in dieser Zeitspanne gewinnen konnte im Vergleich eher „mau“.

Nicht zu vergessen die Coins, die vom Aufschwung nicht sonderlich profitieren konnten. Da wäre zum Beispiel NEO mit einem Minus von rund 3%. Zu den ganz großen Verlieren der „Top 20“ zählt LISK mit einem Minus von 22%. (LISK ist eine Plattform für dezentralisierte Apps sog. „Dapps“ in JavaScript)

Da ich keinen dieser beiden „Verlustcoins“ halte, war mir das die letzen Tage jedoch ziemlich egal. Ich war zu sehr damit beschäftigt gefühlt alle 5 Minuten auf die aktuellen Kurse zu schauen und mir dabei einen abzugrinsen 😀 Teilweise konnte ich nicht fassen, in was für einem Tempo der ETH in die Höhe schoss. Einfach nur herrlich wenn man solche Zahlen sieht.

Für euch dürften die Kurszuwächse meiner Coins interessant sein. Deshalb gibt es hier eine kleine Aufstellung:

  • Ethereum +33%
  • Bitcoin      +20%
  • Ripple       +5%
  • IOTA          -0,78%
  • NEM          +3,95%
  • OmiseGo  +14%
  • Golem       +49%
  • TenX         +12%
  • Siacoin     +38%

(Kursangaben und Zuwächse zum Zeitpunkt als ich den Artikel geschrieben habe von www.coinmarketcap.com)

Besser hätte die letzte Woche kaum laufen können. Wie hat sich euer Blockfolio entwickelt? Lasst es mich wissen! Schreibt mir auf Twitter, Facebook oder direkt hier in die Kommentare. Ich werde es lesen 🙂

So nun genug der Euphorie…die Vergangenheit hat uns gelehrt, dass nach solch einem rasanten Anstieg der Markt irgendwann natürlich auch wieder nach unten korrigiert. Die großen Fragen sind nur: „Wann?“ und „Wie weit geht es noch nach oben bevor es nach unten geht?“

In der Community ist man mehrheitlich der Meinung, dass der Bitcoin noch die 10.000 Dollar-Marke knackt. Davon gehe auch ich aus, wie man anhand meiner Post´s auf Facebook oder Twitter der letzten Tage sehen kann. Eine gute Entscheidung war es, trotz des hohen Preises eines BTC noch zuzuschlagen. Denn die Wertentwicklung siehe oben…20% nach oben.

Zur Sicherheit habe ich aktuell eine Sell-Order bei 9.800$ gesetzt. (Ich habe ca. 15 Minuten gebraucht um die Order endlich zu platzieren. Bei den ersten 20 Versuchen hat Kraken immer eine Fehlermeldung ausgespuckt…diese Seite ist aktuell echt nicht zu empfehlen!) Es hat einen einfachen Grund warum ich die Order nicht auf 10.000$ gesetzt habe. Zuerst muss man wissen, dass bei Kraken die Preise immer etwas unter dem Durchschnitt sind. Sprich wenn auf Coinmarketcap ein Preis von 10.000$ angezeigt wird, ist ein BTC bei Kraken nur 9.900$ wert. Der zweite Grund ist, dass in der Vergangenheit beobachtet wurde, wie immer wieder bei 1.000er Marken plötzlich große Mengen BTC verkauft wurden und der Preis kurz vor der Tausender-Marke wieder absackte. Das möchte ich vermeiden…deshalb bin ich auf Nummer sicher gegangen.

Diesen Trade möchte ich euch darstellen:

Kauf 20.11.2017

  1. Menge BTC :1.53845
  2. Preis 1 BTC :8 317 $
  3. Wert             :1.53845 * 8 317$ =12 795$

Verkauf

  1. Menge BTC : 1.53845
  2. Preis 1 BTC : 9 800$
  3. Wert             :1.53845 * 9 800$ = 15 076$

Gewinn: 15 076$ – 12 795$ = 2 282$ = 1910€

Voraussetzung ist natürlich dass meine Sell-Order bei 9 800$ greift. Sollte die Order greifen, kann ich den Gewinn (abzüglich 25% Steuern) einstreichen.

Damit will ich euch zeigen, dass es eigentlich nie zu spät ist um einzusteigen. Solange der Kurs einer Währung, einer Aktie oder der eines Fonds steigt, macht man Gewinne obwohl man zu einem sehr hohen Preis eingestiegen ist. Risiko ist natürlich dass bei einem Kursfall schnell große Verluste eintreten. Da ich den Bitcoin und auch die anderen Kryptos jedoch noch lange nicht am Ende der Kursentwicklung sehe, ist es besser jetzt einzusteigen, als niemals einzusteigen.

Bei Ethereum bin ich mir aktuell noch unsicher wie ich am Besten verfahren soll. Die 500er Marke rückt immer näher und bis jetzt wurden die Zwischenschritte bei 410-420$ und bei 460-470$ gut gehalten. Das ist nach meiner Einschätzung ein gutes Zeichen für eine weitere Entwicklung nach oben. Denn wenn der Markt überhitzt wäre, gäbe es keine Unterstützung bei 460-470$ und der Kurs würde einbrechen. Deshalb gehe ich davon aus, dass ich meine ETH einfach weiter halten werde, so wie ich es die letzten 1,5 Jahre auch gemacht habe. Sollte der Preis weit über die 500$ steigen müsste man noch einmal neu überlegen.

Die anderen oben aufgeführten Coins und Token werde ich alle einfach halten und abwarten. HOOODLLL!! 😀 

Ich möchte klarstellen, dass dieser Beitrag keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung ist. Es handelt sich nur um meine persönliche Einschätzung der aktuellen Lage. Jeder muss wissen, dass er selbst für seine Taten verantwortlich ist.

In diesem Sinne…viel Glück bei euren Entscheidungen!

Krypto auf!

UPDATE 28.11.2017

Meine oben dargestellte Verkaufs-Order ist in der Nacht auf den 28.11.207 aufgegangen. Ich konnte meine BTC für 9 800$ verkaufen.

Kryptowährungen in den Medien

Zunächst mal möchte ich klarstellen, dass ich es prinzipiell immer gut finde wenn in den Medien über Bitcoin und andere Kryptowährungen berichtet wird. Denn egal ob gute oder schlechte Artikel…jede Art von Berichterstattung etabliert Kryptowährungen mehr in der Gesellschaft. Oder zumindest werden sie immer bekannter, und das ist gut.

In Deutschland ist es nach meiner Erfahrung her so, dass es immer etwas länger dauert bis „neue Sachen“ in der Gesellschaft angekommen sind und auch angenommen werden. Vor allem wenn es um das Thema Geld geht. Selbst heute kenne ich noch einige Leute, auch in meinem Freundeskreis, die noch immer kein Online-Banking haben, sondern bei jeder Überweisung einen Zettel ausfüllen und ihn dann einwerfen. Ich meine…alter…es ist 2017! 😀 Das nur mal um aufzuzeigen, dass die deutschen in solchen Sachen immer etwas konservativ sind. Gerade deswegen ist es wichtig, dass die Medien über neue Technologien, allgemein über Veränderungen und Fortschritte berichten. Zum Glück passiert das in den meisten Fällen auch.

Ich finde jedoch, dass die Berichterstattung wenn es um den Bitcoin oder andere Kryptowährungen geht, ziemlich einseitig ist. Einseitig vor allem deshalb, weil praktisch nur über den Bitcoin berichtet wird.

(Dazu muss ich sagen, dass ich mit Medien vorrangig die großen Tageszeitungen, Nachrichtensendungen wie z.B. die Tagesschau, Wirtschaftszeitungen wie das Handelsblatt oder ganze Nachrichtensender wie N-TV meine. Ich weiß dass es in Tech-Zeitschriften in Sachen Kryptowährungen einige wirklich sehr gute Artikel gibt. Dieser Beitrag richtet sich jedoch an die „Mainstream-Medien“ eben die, die von den meisten Leuten gelesen werden)

Was mich an den Berichterstattungen -meist über den Bitcoin- stört ist, dass nicht ausgeglichen über Risiken und Möglichkeiten geschrieben wird, sondern die Risiken (die es natürlich ganz klar gibt) einen viel größeren Raum einnehmen.  In der Südwestpresse (eine regionale Tageszeitung) habe ich vor kurzem folgende Überschrift gelesen:

„Nicht greifbar und riskant“ – Virtuelle Währungen sind nur was für Zocker, warnen die einen. Andere sehen darin eine neue Anlageklasse.

Virtuelle Währung? Was soll das heißen? Genauso gut könnte ich den Euro als „teilweise Virtuelle Währung“ beschreiben…denn ca. 2/3 der Euros gibt es nur in Computern. Auf diese Idee würde aber keiner kommen. In dem Artikel (Link habe ich leider auf der Seite der Südwestpresse nicht gefunden) wird kein einziges Mal das Wort Blockchain erwähnt. Schon die Headline sagt an, dass Bitcoin im Grunde nur ein weiteres Finanzprodukt ist. „Was für Zocker“ oder eine „neue Anlageklasse“….Zu aller aller erst ist es eine neue Technologie, die eine neue Art Währung ermöglicht!

Weitere Artikel die ich auf www.swp.de gefunden habe, haben ähnlich negative Überschriften.

Bitcoin auf Achterbahnfahrt

http://www.swp.de/ulm/nachrichten/wirtschaft/bitcoin-auf-achterbahnfahrt-15811711.html

JPMorgen-Chef bringt Bitcoin unter Druck

http://www.swp.de/ulm/nachrichten/wirtschaft/jpmorgan-chef-bringt-bitcoin-unter-druck-15726777.html

Bitcoin unter Druck – Diebstahl bei Konkurrenz-Kryptowährung

http://www.swp.de/ulm/nachrichten/wirtschaft/bitcoin-unter-druck-diebstahl-bei-konkurrenz-kryptowaehrung-24128066.html

Auch auf anderen Seiten wird für mich zu einseitig berichtet:

Bafin warnt vor Kryptowährungen

http://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzmarkt/bafin-warnt-vor-kryptowaehrungen-totalverlust-moeglich-15285138.html?GEPC=s6&utm_medium=Social&utm_source=Facebook&utm_campaign=Echobox

Investorenlegende Jim Rogers: Bitcoin riecht nach Investment-Blase

http://www.finanzen.net/nachricht/devisen/nach-neuem-allzeithoch-investorenlegende-jim-rogers-34-bitcoin-riecht-nach-investment-blase-34-5828878

Ein Hype aus dem Nichts

http://www.zeit.de/2017/47/bitcoin-digitalwaehrung-hype-blase?utm_content=zeitde_redpost_zon_link_sf&utm_campaign=ref&utm_source=facebook_zonaudev_int&utm_term=facebook_zonaudev_int&utm_medium=sm&wt_zmc=sm.int.zonaudev.facebook.ref.zeitde.redpost_zon.link.sf

Deutsche Bank warnt vor Bitcoin

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-bank-warnt-vor-bitcoin-a-1179820.html

(Finde ich persönlich die beste Schlagzeile…Deutsche Bank warnt…aha. Diese kriminellen Gauner haha. Ich warne vor der Deutschen Bank! 🙂

Millionenraub lässt Bitcoin einbrechen

https://www.n-tv.de/wirtschaft/Millionenraub-laesst-Bitcoin-einbrechen-article20143440.html

Ich könnte hier jetzt noch einige weitere Beispiele aufzeigen, jedoch glaube ich dass du verstanden hast worum es mir geht.

Was ich mir wünsche ist, dass nicht immer der Bitcoin als Zahlungsmittel und Anlage betrachtet wird. Klar…dafür kann man es auch nutzen, jedoch ist der Bitcoin nicht als Zahlungsmittel für die Masse gemacht. Es kann nicht funktionieren dass die ganze Welt mit einer Währung handelt die keine Inflation hat. Jeder würde immer nur warten bis seine Bitcoins mehr Wert sind. Keiner würde sie ausgeben…und das funktioniert in einer Wirtschaft nicht.

Für mich stehen die neuen Technologien der einzelnen Kryptos im Vordergrund. Das sollte auch bei den Medien so sein. Bis dahin ist jedoch noch ein weiter Weg zu gehen. Ein Anfang wäre, mal ausführlich über andere Coins zu berichten, einfach um einmal aufzuzeigen was für neue Möglichkeiten sich ergeben können und um ein Gespür für „das Neue“ zu bekommen. Damit wäre auch die Hemmschwelle die überwunden werden muss nicht mehr ganz so hoch.

Natürlich gibt es auch gute Artikel und Videos der „Mainstream-Medien“ zum Thema Blockchain, Bitcoin und Kryptowährung. Die möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten.

Das gewaltige Potenzial von Bitcoin-Konkurrent Ethereum

https://www.welt.de/finanzen/article168062334/Das-gewaltige-Potenzial-von-Bitcoin-Konkurrent-Ethereum.html

Video – Wissenswertes Rund um den Bitcoin

http://www.n-tv.de/mediathek/videos/ratgeber/Wissenswertes-rund-um-den-Bitcoin-article20133390.html

Super Video zum Thema Stromverbrauch

https://boerse.ard.de/boersenwissen/boersenwissen-fuer-fortgeschrittene/umweltsuender-bitcoin102.html

Top-Banker verzweifeln am Bitcoin-Boom

http://www.handelsblatt.com/finanzen/maerkte/devisen-rohstoffe/einsteigen-oder-nicht-jp-morgan-auf-schlingerkurs/20616768-2.html

Video – Was ist eine Kryptowährung?

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/bitcoin-ethereum-und-co-was-ist-eine-kryptowaehrung-14915817.html

Bevor du zurecht anmerkst, dass ich natürlich ein Interesse daran habe, dass immer mehr Leute von Kryptowährungen hören und evtl. dann auch anfangen die neue Technologie zu nutzen möchte ich sagen: Klar habe ich ein Interesse daran, dass Kryptos in Zukunft mehr Nutzer bekommen. Denn umso mehr Nutzer es gibt, umso mehr sind die einzelnen Coins wert und das ist für mich dann natürlich super. Für euch hoffentlich auch 🙂 Jedoch geht es mir nicht prinzipiell darum. Viel wichtiger finde ich, dass es endlich super Alternativen zu Fiat-Währungen gibt. Denn Kryptos machen dritte Parteien überflüssig. (Stichwort Peer-to-Peer) Im Bezug auf Währungen sind die dritten Parteien bis jetzt die Banken…und ich mag einfach keine Banken! Und den Banken das Monopol für Geld zu entreissen ist einfach herrlich 😀

Krypto auf!

Jetzt habe auch ich Bitcoins!

Wie unter den aufmerksamen Lesern bekannt sein dürfte, hatte ich bis jetzt keine Bitcoins in meinem Portfolio. Der Hauptbestandteil bis jetzt waren Ether. Das ist immer noch so, nur etwas ausgeglichener, denn heute habe ich mein Coin-Portfolio nach reiflicher Überlegung etwas umgebaut. Nun halte ich doch auch einmal Bitcoins…wär hätte das denn gedacht. 😀

Eigentlich hat sich nicht viel geändert. Der einzige Unterschied ist: Ich besitze weniger Ether, dafür aber Bitcoins. Genauer gesagt 1,522 BTC. Diese BTC´s habe ich auf Kraken gegen 35 ETH getauscht. Damit ihr mal sehen könnt, wie so ein Trade aussieht, hab ich ein Bild davon gemacht. (Ihr könnt das Bild auch anklicken.)

(Screenshot von www.kraken.com)

An einer besseren Ansicht der Bilder arbeite ich noch. Allgemein ist ja hier mit Bildern noch relativ wenig los. Kommt aber noch!

Mir ist aufgefallen, dass Kraken leider nicht mehr so reibungslos funktioniert wie noch vor ca. einem halben Jahr. Ich musste meine Order 4 oder 5 Mal platzieren. Die ersten Male hat anscheinend irgendwas gebuggt, und ich musste die Order neu setzen. Diese Probleme hatten in den letzten Wochen auch einige andere aus der Community. Hoffentlich bekommen die das wieder in den Griff, sonst werde ich in Zukunft alles über Bitfinex oder Poloniex machen.

Warum habe ich jetzt Bitcoins gekauft?

Es hätte sicherlich einen besseren Zeitpunkt für den Einstieg in BTC gegeben als jetzt. Denn ich habe zugeschlagen, als der BTC bereits die 8.000$ Marke überschritten hatte. Der Grund warum ich jetzt erst gekauft habe ist simpel: Mir war die Marktlage der letzten Wochen aufgrund der abgesagten Hard Fork, der Explosion des BitcoinCash und alles was damit zusammen hing einfach zu wild. Diese Aufregung am Markt hat sich meiner Ansicht nach nun beruhigt. Deshalb habe ich heute in BTC investiert. Außerdem glaube ich, dass zum Jahresende/Jahreswechsel der Kurs des BTC die 10.000$ Marke knacken wird, bevor dann wieder eine Korrektur nach unten folgt.

Falls ich mich irren sollte, und der BTC in den nächsten Wochen eher abwärts geht, dann wird einfach nicht verkauft sondern so lange gewartet bis der Kurs wieder steigt. Das ist bis jetzt zum Glück immer passiert. Ich gehe mal davon aus, das wird auch beim nächsten Einbruch der Fall sein.

Ein weiterer Grund für meine Entscheidung war, dass ich aus der Sicht eines Investoren viel zu lange nur auf ein Pferd (in meinem Fall ETH) gesetzt habe. Jetzt habe ich den größten Teil meiner Kohle in ETH und BTC – das Risiko ist also etwas kleiner geworden da ich jetzt die zwei größten Kryptowährungen halte und eben nicht mehr fast 80% nur in ETH. Mehr Bitcoins als ich aktuell halte, werde ich mir wahrscheinlich aber nicht zulegen, denn ich bin nach wie vor fest davon überzeugt, dass Ethereum die bessere Blockchain ist.

Zum Abschluss eine Auflistung der Kryptos die ich aktuell halte:

  • Ethereum/Ether
  • Bitcoin
  • Ripple/XRP
  • IOTA
  • NEM/XEM
  • OmiseGo/OMG
  • Golem/GNT
  • Siacoin
  • Xenon/XNN
  • DATACoin
  • Jury.Online/JOT

In diesem Sinne…Peace

Krypto auf!

In welche Kryptowährungen habe ich investiert?

Nummer 4: IOTA

In dieser Reihe möchte ich euch die Währungen, in die ich investiert habe etwas näher bringen. Ich will mit euch teilen warum ich ausgerechnet in diese Coins investiert habe. Dazu gehe ich nach und nach auf alle meine „Favoriten“ ein. Aktuell halte ich 7 verschiedene Kryptowährungen. Den nächsten den ich euch vorstelle, ist „IOTA“.

Ende August diesen Jahres habe ich mir über die Börse Bitfinex einen kleinen Anteil an IOTA gesichert. Leider musste ich schnell feststellen, dass ich zu einem überteuerten Preis gekauft habe. Dies war eine wichtige Lektion für mich, und ist bestimmt auch ein guter Tipp für euch…niemals einfach blind sein Geld investieren, nur weil es gerade einen Hype um eine bestimmte Währung gibt, oder der Kurs immer weiter nach oben schnellt. Meistens folgt daraufhin eine Kurskorrektur, und wenn man hoch einsteigen ist, hat man nach wenigen Tagen Verlust gemacht.

An dem Tag, an dem ich zugeschlagen habe, hatte der Wert fast sein Allzeithoch erreicht und ist danach immer weiter nach unten abgesackt. Bei damals 0,78€ habe ich meine Kauforder gesetzt. Bis zum 2. November 2017 ging es dann stetig nach unten. Der Tiefpunkt lag bei 0,28€. Das ist ein Minus von 64%. Zum Glück hat sich der Kurs seit diesem Tief wieder erholt und steigt seit einigen Tagen wieder. Aktuell liegt er laut Coinmarketcap bei 0,68€ pro Stück.

An diesem Beispiel kann man schön aufzeigen, dass meine Taktik sich hier ausgezahlt hat… gut, ich habe zwar zu teuer gekauft, aber da ich keine Panik bekommen und verkauft habe, habe ich im Prinzip keinen Verlust gemacht. Ich habe einfach abgewartet bis der Kurs wieder steigt. Und das tut er jetzt.

Was ist IOTA?

Aktuell ist IOTA zwischen Dash und Monero die siebt größte Kryptowährung die es zu kaufen gibt. IOTA will eine große Rolle im Internet der Dinge (IoT) einnehmen. Das IoT wächst von Tag zu Tag, immer mehr Maschinen werden ans Internet angeschlossen. Diese Maschinen müssen irgendwie miteinander kommunizieren…da kommt IOTA ins Spiel. Unter dem Begriff „Smart“ oder in der Wirtschaft auch Industrie 4.0 genannt, können sich vielleicht der eine oder andere mehr darunter vorstellen. Es gibt z.B. das „Smart Home“ Smartphone usw. Im Prinzip sind damit nur Geräte gemeint, die miteinander vernetzt sind und die über das Internet gesteuert werden können. (Zum Beispiel die Heizung in einem Smart Home…man kann ganz gechillt mit der richtigen Handy App seine Heizung zu Hause anschalten. So hat man es dann schön warm, wenn man in sein Heim kommt.)

Wie oben angesprochen, Maschinen die ans Internet angeschlossen sind, müssen irgendwie miteinander kommunizieren. Aktuell geht das nicht ohne einen zentralisierten „Mittelsmann“ (ein Server) über den die gesamte Kommunikation läuft und der alles überprüft. Meistens sind diese Mittelsmänner die Firmen, die den entsprechenden Dienst (z.B. Heinzungssteuerung aus der Ferne) anbieten. Diese Firmen lassen die Kommunikation der Geräte über ihren Server laufen der alles kontrolliert und die Geräte so miteinander verbindet. Dabei entsteht ein „Single Point of Failure“ das heißt, sobald der Server, über den die Kommunikation läuft ausfällt weil er z.B. gehackt wird, liegt das ganze System lahm.

Genau hier setzt das IOTA Netzwerk an. Es soll möglich sein, dass die Maschinen direkt miteinander kommunizieren. Hierfür hat IOTA die Blockchain-Technologie weiterentwickelt. Das Ergebnis, der „Tangle“ kann sich durchaus sehen lassen.

Was ist ein Tangle?

Im Vergleich zur Blockchain (Blockkette) ist der Tangle eher ein „Strang an Gewirr“ der immer weiter wächst. Anders als bei der Blockchain jedoch, ist nicht jeder Block oder jeder Knoten mit dem nächsten verbunden, sondern es gibt einen regionalen Bezug. Dieser regionale Aspekt kommt auch bei den Transaktionsverarbeitungen zur Geltung. Bei einer Blockchain muss eine Transaktion von allen Mitgliedern im Netzwerk geprüft und abgesegnet sein bevor sie in einem Block abgelegt wird. Beim Tangle reicht es, wenn eine Transaktion oft genug bestätigt wurde. Klar…je öfter eine Transaktion bestätigt ist, desto sicherer kann man sich sein, dass diese Transaktion auch richtig ist. Und das ist auch das Ziel…jede Transaktion soll so oft wie möglich bestätigt sein. Ob die Sicherheit leidet, wenn eine Transaktion anstatt 5.000 Mal nur 2.000 Mal bestätigt ist, darüber lässt sich streiten. Keine Frage, die Transaktion die 5.000 Mal bestätigt ist, ist sicherer als die andere, jedoch ist das für mich auch eine Frage der Verhältnismäßigkeit. Gerade wenn es um den Stromverbrauch einer Blockchain geht. Sicherer macht die IOTA-Transaktionen der oben erwähnte regionale Bezug. Sprich, wenn ich in Baden-Württemberg eine Transaktion im IOTA-Netzwerk auslöse, werden überwiegend Teilnehmer in Baden-Württemberg meine Transaktion bestätigen. Das schafft in meinen Augen zusätzliche Sicherheit und kompensiert den Verlust durch weniger Bestätigungen.

Ein weiterer Unterschied ist, dass es in der IOTA-Welt keine Miner und keine Transaktionsgebühren gibt. Das heißt, alle IOTA´s die es geben wird, gibt es bereits. Es sind 2 779 530 283 277 761 (2,7 Billiarden) Jedoch gibt es bei diesen Token keine Kommastellen. Die kleinste Einheit ist damit 1 Token. Um zu sich erlauben zu können, keine Gebühren für eine Transaktion zu verlangen, muss der Job der Miner bei IOTA von anderen übernommen werden. Das wurde ganz simpel gelöst. Jeder der eine Transaktion im Netzwerk verschicken will, muss zuerst zwei andere bestätigen. (Im Prinzip kann man den Strom der verbraucht wird um zwei Aktionen zu bestätigen auch als eine Gebühr sehen.)

Diese Merkmale machen IOTA so interessant für das Internet der Dinge. Denn dort werden zum großen Teil sog. Micro oder Nanotransaktionen gebraucht bei denen auf einer Blockchain schnell Gebühren von mehreren Cents oder Euros anfallen würden. Und wer will schon dass einem der Kühlschrank eine Rechnung von mehreren Euro monatl. stellt weil er mit anderen Gräten kommuniziert?

An dieser Stelle möchte ich euch noch ein Video von Dr. Julian Hosp ans Herz legen. Ich finde er erklärt den Aufbau und die Funktion eines Tangles noch etwas ausführlicher. Dr. Julian Hosp ist unter anderem auch Co-Founder von TenX, einem Projekt das an einer Kreditkarte für Kryptowährungen arbeitet. Hier geht´s zum Video!

Einsatzbereiche von IOTA

Mögliche Einsatzbereiche in der Zukunft liegen, klar im Internet der Dinge. Um jedoch etwas genauer zu werden hier eine kleine Aufzählung von möglichen Diensten:

  • Sensoren, die bei einer bestimmten Temperatur die Heizung regeln. (Der Sensor ermittelt die Raumtemperatur. Sobald es eine Abweichung zur eingestellten Temperatur gibt, schickt der Sensor eine direkte Nachricht an die Heizung. -> Die Heizung passt die Temperatur an.)
  • Handel von Strom zwischen privaten Haushalten (Ein Haus braucht an einem Tag weniger Strom als vom Haus selber durch z.B. durch eine Solaranlage gewonnen. Ein Haus in der Nachbarschaft braucht jedoch an diesem Tag mehr Strom als es selbst produziert. Über das IOTA-Netzwerk kann so ein unkomplizierter Handel abgeschlossen werden. Haus A teilt mit, wie viel Strom es zusätzlich braucht. Haus B gibt den Strom frei und sendet die „Rechnung“ mit. Haus A empfängt den Strom und bezahlt direkt.
  • Intelligentes Einparken durch die Kommunikation mit bereits parkenden Autos.

IOTA Stiftung in Deutschland

Am 03.11.2017 wurde die IOTA Foundation als rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts durch die Berliner Stiftungsaufsicht zugelassen. Damit existiert in Deutschland nun die erste Stiftung die auf einer Kryptowährung basiert. Ziel dieser gemeinnützigen Stiftung ist es die Förderung von Wissenschaft, Forschung, Bildung zu forcieren. Und natürlich das IOTA-Netzwerk weiterzuentwickeln.

Ich finde das sind gute Anzeichen für die Zukunft. Das Einsatzgebiet von IOTA wird in den nächsten Jahren immer weiter wachsen. Damit wird auch der IOTA-Token immer mehr gefragt werden. Wo wir in 5 Jahren stehen, weiß keiner…aber ich bin wie immer zuversichtlich!

Krypto auf!

BitcoinCash kennt kein halten mehr

Am Donnerstag den 9. November 2017 stand der Kurs des BTC Cash noch bei 631$. Heute am 11. November 2017 steht er bei 1.308$. Das ist ein Kursanstieg von mehr als 100% in den letzen zwei Tagen. Der Kurs des Bitcoins musste dagegen wieder etwas federn lassen. Aktuell steht der BTC bei 6.420$ und hat damit seit dem Allzeithoch vom 08. November 2017 (7.776$) 1.356$ innerhalb von 2 Tagen verloren. 

                                           (Quelle Kurse und Bild: www.coinmarketcap.com)

Was sind die Ursachen?

Der Aufstieg des Bitcoin Cash und das einbüßen des Bitcoin Kurses stehen miteinander in Verbindung. Ein Grund für die Korrektur des BTC dürfte die enorme Rally bis fast an die 8.000$ Marke sein. Es ist ganz normal, dass wenn ein Kurs innerhalb so kurzer Zeit so in die Höhe schiesst, es wieder eine Korrektur nach unten gibt. Verstärkt wird diese Korrektur durch die Nachrichten bzgl. des geplanten, jetzt jedoch abgesagten Hard Forks der Bitcoin Blockchain. (Was ist eine Hard Fork? In diesem Beitrag gehe ich darauf ein)

Ursprünglich war das SegWit2x Update geplant um die Skalierungsdebatte endlich zu beenden. Denn seit einer gefühlten Ewigkeit wird sich in der Bitcoin Community darum gestritten, wie man die steigende Anzahl an Transaktionen bewältigen kann. Eine Möglichkeit wäre eine größere Blocksize. Aktuell ist jeder Block, der der Bitcoin-Blockchain hinzugefügt wird 1MB groß. Eine Transaktion ist ca. 250 Bytes groß, es passen also 4.000 Transaktionen in einen Block. Alle 10 Minuten wird der Blockchain ein neuer Block hinzugefügt. So sind also 7 Transaktionen in der Sekunde möglich. Mit einer Erhöhung der Blockgröße auf 2MB (SegWit2x) würde sich die Zahl an Transaktionen in der Sekunde verdoppeln. Im Vergleich zu anderen Bezahldiensten wie Visa, ist das jedoch immer noch viel zu wenig.

Bereits aus diesem „Streit“ in der Community entwickelte sich die Hard Fork, die zum BitcoinCash führte. Am 1. August 2017 gabelte sich die Bitcoin-Blockchain in zwei verschiedene Stränge ab. Ein Strang ist die „normale“ Bitcoin-Blockchain, der andere Strang ist die BitcoinCash-Blockchain. Die BitcoinCash-Blockchain verfügt aktuell schon über eine Blocksize von 8MB. Sprich, es können 8 Mal so viele Transaktionen pro Sekunde verarbeitet werden als auf der Bitcoin-Blockchain.

Warum also nicht auch bei Bitcoin größere Blöcke?

Leider bringt die Maßnahme die Blöcke zu vergrößern auch Nachteile mit sich. Der Hauptgrund dürfte sein, dass sich größere Blöcke negativ auf die Dezentralität auswirken. Denn durch größere Blöcke steigen die Kosten für die Nodes. (Nodes sind die Knotenpunkte im Netzwerk die jede Transaktion verarbeiten) Jeder der einen Node betreibt sendet, empfängt, prüft und leitet die Transaktion weiter. Das kostet natürlich Strom, und wenn es zu viele Transaktionen werden, wird es für den „kleinen Mann“ unattraktiver einen Node zu betreiben. Das hat den Effekt, dass sich immer mehr Nodes in immer weniger Händen befinden. Nur noch die großen Mining Firmen betreiben Nodes…und das ist schlecht für die Dezentralität der Blockchain. Ich bin gespannt wie in Zukunft mit diesem Problem umgegangen wird.

In meinem Beitrag (Ein guter Zeitpunkt um einzusteigen?) beschreibe ich, warum ich der Meinung bin, dass der Bitcoin steigt. Meiner Ansicht nach, haben viele auf eine Hard Fork spekuliert um einen neuen Coin zu erhalten der mit der SegWit2x Fork gekommen wäre. Da sich dies nun nicht bestätigt hat, ziehen viele ihr Kapitalwieder aus Bitcoin ab. -> Der Kurs fällt.

Es bleibt auch in den nächsten Tagen und Wochen spannend zu beobachten wie sich der Markt rund um Bitcoin, BitcoinCash verhält. Kann der BitcoinCash den Bitcoin vielleicht sogar angreifen? Die dritt größte Kryptowährung ist er mittlerweile schon, da er sich vor einigen Tagen an Ripple vorbeigeschoben hat.

Mich kotzt an, dass ich nicht in BitcoinCash drin bin, denn die 100% Kursgewinn aus den letzten zwei Tagen hätte ich doch auch gerne mitgenommen. Hellsehen müsste man können….

Krypto auf!