In welche Kryptowährungen habe ich investiert?

Nummer 3: Golem

In dieser Reihe möchte ich euch die Währungen, in die ich investiert habe etwas näher bringen. Ich will mit euch teilen warum ich ausgerechnet in diese Coins investiert habe. Dazu gehe ich nach und nach auf alle meine „Favoriten“ ein. Aktuell halte ich 7 verschiedene Kryptowährungen. Den nächst größten Anteil nach Ether und Ripple hat Golem (GNT) in meinem Portfolio.

Bei Golem habe ich ziemlich zur gleichen Zeit zugeschlagen wie bei Ripple. Im Zeitraum von April bis Mai 2017 habe ich mir den GNT-Token gekauft. Mein erster Kauf war zu einem Preis von 0,07€, mein letzter Kauf war bei 0,10€. Wie bei fast allen Kryptowährungen war die Zeit zwischen April und Juni 2017 auch für den GNT-Token recht rasant und es ging im Eiltempo nach oben. Der damalige Höhenflug erreichte das bis heute geltende Allzeithoch von 0,59€. Danach ging es jedoch immer weiter nach unten. Aktuell steht der Kurs bei 0,16€.  (Coinmarketcap 30.10.2017)

Was sind Golem und der GNT Token?

Das Projekt Golem will einen dezentralen Supercomputer schaffen der in direkter Konkurrenz zu Microsoft Azzure, Amazon Web Services und ähnlichen sich bereits am Markt befindenden Angeboten steht.

Kurz zum Verständnis:

Microsoft Azzure und Amazon Web Services sind Produkte der jeweiligen Firma bei denen man Rechenpower kaufen kann. Dazu betreiben die aufgeführten Firmen große Rechenzentren auf der ganzen Welt um für Kunden, die solch eine Infrastruktur nicht haben Rechenleistung zur Verfügung zu stellen. Von Kunden wird diese Rechenleistung oft für Webseiten Hosting, das Rendern von Bildern oder aufwändige Simulationen zu Forschungszwecken benutzt. Auch die Clouds und die immer mehr aufkommenden virtuellen Maschinen beanspruchen die Rechenleistung aus den großen zentralen Rechenzentren. Durch virtuelle Maschinen ist es  Unternehmen und Kommunen möglich die Verwaltung des eigenen Netzwerkes komplett auf Rechnern in einem Rechenzentrum laufen zu lassen ohne eigene Server zu betreiben.

Der gewaltige Unterscheid besteht nun darin, dass die Dienste bei Amazon oder Microsoft alle zentral sind. Diese Zentralisierung entsteht durch die großen Rechenzentren, bei denen viel Hardware an einem Ort aufgebaut ist. Das Golem-Netzwerk will diese Struktur durch ein neues, dezentrales System verändern, indem es jedem der einen PC, Laptop o.ä. hat erlaubt die Rechenleistung, die gerade nicht beansprucht wird, dem Golem-Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Dazu gibt es im Netzwerk drei Arten von Gruppen:

  • Requestors: Das sind diejenigen, die das System für ihre speziellen Aufgaben nutzen wollen. Sprich diejenigen, die Rechenleistung vom Golem-Netzwerk kaufen wollen. Dazu greifen sie gegen eine Gebühr (in GNT) auf die Hard -und Software des Netzwerkes zurück.
  • Providers: Das ist die Gruppe, die dem Netzwerk die Hardware für die Berechnungen der Requestors zur Verfügung stellt. Als Vergütung bekommen sie von den Requestors einen je nach Rechenleistung entsprechenden Betrag in GNT ausgezahlt.
  • Developer: Sie sind die Entwickler des Netzwerkes. Von ihnen werden Softwareplattformen entwickelt, die es dem Golem Netzwerk ermöglichen auf verschiedenste Weisen eingesetzt zu werden. Auch die Entwickler bekommen eine Vergütung in GNT ausgezahlt.

Sollte das alles so klappen wie von Golem beschrieben und gewünscht, könnte das eine große Sache werden. Man muss sich nur einmal vorstellen, wie viele PC´s, Laptops und Handy´s es gibt, die ihre ganze Rechenpower niemals oder ganz selten brauchen. Wenn es gelingt diese ganzen Geräte im Golem-Netzwerk zu verbinden, lässt sich ein gewaltiger dezentraler Supercomputer erschaffen, der überflüssige Hardwareleistung nutzen kann. Aus diesem Grund habe ich in den GNT-Token investiert.

Aktuelle Entwicklung

Wie oben schon erwähnt, hat der GNT Kurs seit Juni 2017 stetig an Wert verloren. Meiner Meinung nach hat dies mehrere Gründe. Einer davon ist sicherlich der große Hype um Kryptowährungen Anfang des Jahres 2017. Besonders im Mai und Juni schoss der Kurs nach oben. Man konnte von einer eindeutigen Überhitzung des Marktes sprechen. Als sich der Markt jedoch wieder abkühlte, sank dabei natürlich auch der Preis des GNT-Token.

Hinzu kommt, dass die Erfolge in der Entwicklung nicht so eingetreten sind wie erhofft. Aktuell ist das Golem-Netzwerk nur in der Lage zu Rendern. Bei den anderen angepeilten Zielen stockt meiner Meinung nach die Entwicklung. Es ist eben nicht immer alles so einfach wie im Whitepaper beschrieben. (Whitepaper: Das sind die „Business Pläne“ der ICO´s. (Was ist ein ICO?) In diesen Papieren werden die Ideen und die Umsetzung des jeweiligen ICO´s beschreiben)

Es könnte auch sein, dass durch den niedrigen Preis des GNT-Tokens die Developer keinen Anreiz haben neue Software für das Netzwerk zu entwickeln da sie als Bezahlung den GNT-Token erhalten. Eine Zwickmühle?

Hoher oder niedriger Kurs, mir ist das egal denn ich glaube weiterhin an das Projekt. Und noch bin ich mit meiner Investition zum Glück im Bereich der grünen Zahlen. Sollte sich das ändern, müsste ich mir noch einmal Gedanken über die Umsetzbarkeit des Projekts und dessen Team machen.

In Golem investieren?

Wie immer, kann ich dir diese Entscheidung nicht abnehmen. Meine Meinung zum Golem-Netzwerk kennst du nun. In meinen Augen ist das ein tolles Vorhaben das ungenutzte Rechenpower sinnvoll einsetzen will.

Falls du investierst, beachte jedoch bitte die Grundregeln: 

  • Nie Geld investieren das du brauchst.
  • Sich nie Geld leihen um es zu investieren
  • Nichts überstürzen, sondern sich erst genau mit dem Thema beschäftigen.

Viel Glück!

Krypto auf!

In welche Kryptowährungen habe ich investiert?

Nummer 2: Ripple

In dieser Reihe möchte ich euch die Währungen, in die ich investiert habe etwas näher bringen. Ich will mit euch teilen warum ich ausgerechnet in diese Coins investiert habe. Dazu gehe ich nach und nach auf alle meine „Favoriten“ ein. Aktuell halte ich 7 verschiedene Kryptowährungen. Den nächst größten Anteil nach Ether hat Ripple (XRP) in meinem Portfolio.

Angefangen in Ripple zu investieren habe ich Ende April 2017. Bis ende Mai 2017 habe ich mehrmals Bitcoins gekauft und mit diesem dann den XRP Coin gekauft. Den größten Anteil an meinem XRP Portfolio habe ich für einen Preis von 0,03€ gekauft. Meine letzte Kauforder war bei 0,20€. An dieser Steigung sieht man sehr deutlich wie schnell die Kurse im Bereich der Kryptowährungen steigen oder fallen können. Innerhalb eines Monats ist der Preis für einen XRP von 0,03€ auf 0,20€ gestiegen. Aktuell steht der Kurs bei 0,17€ (Coinmarketcap am 24.10.2017) Den bislang höchsten Wert hatte ein XRP am 17.Mai 2017 mit 0,35€.

Was ist Ripple eigentlich genau?

Anders als bei vielen anderen Kryptowährungen steckt hinter Ripple keine Community die sich z.B. zu einer Stiftung (Ethereum) zusammengeschlossen hat, sondern eine Firma. (Ripple Laps) Ripple Laps wird von mehreren Investoren unterstützt, darunter unter anderem Andreessen Horowitz und Google Ventures. Ein in Deutschland etwas bekannterer dürfte Karl-Theodor zu Guttenberg sein, der seit Juli 2014 Berater des Unternehmens ist.

Das Besondere ist, dass das Unternehmen keinen Gewinn durch Werbung oder Gebühren machen möchte, sondern nur mit der Wertsteigerung des XRP Coins. Dazu will Ripple Laps 25 Milliarden der insgesamt 100 Milliarden XRP´s einbehalten. Aktuell sind jedoch nur 38,5 Milliarden XRP ausgegeben worden. Die restlichen 61,5 Milliarden werden aktuell noch von Ripple Laps gehalten. Es bleibt abzuwarten wann und wie viele XRP´s noch ausgeschüttet werden. Primäres Geschäftsziel des Unternehmens, ist daher den Coin weiter zu verbreiten und den Nutzen für die Benutzer zu optimieren. Wenn das gelingt, steigt die Nachfrage nach XRP und der Kurs steigt. Dies ist auch einer der Gründe warum ich mir schnell sicher war, dass ich in Ripple investieren möchte.

Was „kann“ Ripple?

In seiner endgültigen Ausbaustufe soll Ripple ein Peer-to-Peer (Rechner-Rechner Verbindung) Zahlungsverfahren sein. In der Ripple-Ledger (Blockchain im Ripple Netzwerk) sind nicht nur alle Transaktionen, sondern auch die übertragenden Gegenwerte gespeichert. Deswegen kann man das Netzwerk auch als eine große Datenbank verstehen, in der IOU´s (Schuldscheine) gespeichert sind, die Banken und andere Finanzinstitute einander ausstellen.

Die gespeicherten Transaktionen sind durch ein Konsens-System innerhalb weniger Sekunden unumkehrbar über das gesamte Netzwerk verteilt. Das erlaubt es Ripple so viele Transaktionen durchzuführen wie z.B. Visa oder MasterCard. Im Vergleich zur Bitcoin Blockchain, die ca. 10 Minuten für eine Transaktion braucht ist das natürlich ein Vorteil. Ein weiterer Vorteil sind die geringeren Gebühren bei Ripple, die laut Webseite 0,0007$ betragen. Wie oben jedoch schon angesprochen, werden die Gebühren nicht von Ripple Laps einkassiert, sondern vernichtet. Das hat den Effekt, dass es mit den Jahren immer weniger XRP´s im Umlauf gibt. Aber keine Panik, wenn von einem Transaktionsvolumen ähnlich wie bei Visa ausgegangen wird, werden zwar jeden Tag 43.200 XRP verbrannt, damit lässt sich laut btc-echo das Netzwerk 2500 Jahre stabil betreiben.

Damit im Ripple Netzwerk nicht nur ein IUO, sondern auch ein Geldwert schnell übertragen werden kann, gibt es sogenannte Gateways. Dabei handelt es sich um „kleine Finanzdienstleister“ die alle das Ripple-Protokoll nutzen. Diese Gateways erlauben es, dass man z.B. sehr schnell Euro in Dollar tauschen kann.

Auch wichtig ist, dass es im Ripple Netzwerk kein mining der Coins gibt. Im Vergleich zu Bitcoin oder Ethereum ein gewaltiger Unterschied. Bitcoins gibt es aktuell 16,6 Millionen. Um die maximale Anzahl von 21 Millionen zu erreichen müssen von den Minern Rechenaufgaben gelöst werden, bei denen die Transaktionen verarbeitet werden. Als Belohnung bekommen sie Bitcoins ausgeschüttet. So nähert sich die Bitcoin Anzahl langsam an 21 Millionen an. Das alles gibt es bei Ripple nicht, sondern es gibt von Anfang an 100 Milliarden XRP´s.

Wie weit ist Ripple verbreitet?

Die Verbreitung von Ripple hat in den letzten Monaten deutlich zugenommen. Banken scheinen dieses Netzwerk zu lieben und schließen sich bereits zu Arbeitsgruppen zusammen und arbeiten auch schon mit der Ripple Blockchain. Auch in China ist Ripple auf dem Vormarsch. Bei einem Forschungsausflug der Chinesischen Zentralbank kam es zu einem treffen auf dem über die Zukunft von Kryptowährungen gesprochen wurde. Zusätzlich möchte die Melinda und Bill Gates Foundation einen Finanzdienst ins Leben rufen, der Entwicklungsländer besonders unterstützen soll. Dieser Finanzdienst soll mit dem Ripple Protokoll funktionieren.

Ich finde das alles sind keine schlechten Zeichen für eine erfolgreiche Zukunft von Ripple. Deshalb werde ich meine XRP´s auch so schnell nicht verkaufen, da ich davon ausgehe dass der Kurs noch weiter ansteigt.

Krypto auf!

Ein guter Zeitpunkt um einzusteigen?

Des öfteren werde ich gefragt: „Hey Paul, meinst du dass jetzt noch ein guter Zeitpunkt ist um in Kryptowährungen zu investieren?“ Ich finde: Ja! Besser jetzt als nie, denn in 5 Jahren könnten die Kurse weit über den heutigen stehen.

Jedoch muss man klar sagen, dass es für den Einstieg günstige und nicht ganz so günstige Zeitpunkte gibt. Aktuell ist meiner Meinung nach nicht ganz der richtige Augenblick für einen Neueinsteiger. Durch den Bitcoin Hardfork herrscht aktuell ziemliche Unruhe an den Märkten. Viele der Coins haben in den letzen Tagen und Wochen an Wert verloren. Der Bitcoin hingegen hat zwischenzeitlich die 6.000$ Marke geknackt und damit ein neues Allzeithoch aufgestellt.

Warum steigt der Bitcoin?

Aus meiner Sicht, ist die Sache klar. Der Bitcoin Kurs steigt, weil aus den anderen Coins Kapital abgezogen wird und mit diesem Kapital dann Bitcoins gekauft werden. Dadurch steigt die Nachfrage nach Bitcoins. Die Nachfrage nach anderen Coins sinkt, deshalb fallen dort auch die Kurse. Doch warum „schichten“ alle auf Bitcoin um? Auch hier sehe ich eine Antwort: Bei der letzten Bitcoin Hardfork, war sich die Community nicht einig über einige Änderungen am Bitcoin.

Daraufhin spaltete sich ein Teil der Community ab, um nur die Änderungen einzuspielen die dieser Teil der Community wollte. Die Blockchain wurde so praktisch in zwei Teile gespalten. Es entstand ein neuer Coin, der BitcoinCash.

Alle die zum Zeitpunkt der Spaltung Bitcoins gehalten haben, bekamen für jeden Bitcoin einen BitcoinCash. Sprich man bekommt Geld geschenkt, da der BitcoinCash auch einen Wert hat. Deshalb versuchen sich jetzt viele Leute noch vor der Bitcoin Hardfork am 25.10.2017 mit Bitcoin einzudecken, damit sie dann bei der Spaltung der Blockchain den neuen Coin bekommen.

Mit diesem Gedanken spiele ich auch schon seit einigen Tagen. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, vor der nächsten Hardfork Bitcoins zu halten um davon auch profitieren zu können. Jedoch ist mir die Lage am Markt mittlerweile zu unübersichtlich geworden. Deshalb lasse ich davon erst einmal die Finger. Denn es könnte auch gut sein, dass der Bitcoin Kurs kurz nach der Fork in den Keller geht, und ich so mehr Verlust mache als Gewinn durch den kostenlosen neuen Coin.

Dazu: Was ist eine Hardfork?

Hardfork = eine Blockchain wird in zwei Teile „gegabelt“. Wenn die Community an einem Strang zieht, kann so ein Update aufgespielt werden und die veraltete Blockchain stirbt ab. Die Blockchain mit den Neuerungen läuft weiter. Zieht die Community jedoch nicht an einem Strang, und es kann keine Lösung gefunden werden, dann gibt es nach der Hardfork zwei Blockchains die weiterlaufen und somit auch zwei Währungen. Gute Beispiele hierfür sind die Hardforks von Bitcoin (danach gab es Bitcoin und BitcoinCash) oder eine Hardfork von Ethereum (danach gab es Ethereum und EthereumClassic)

Es gibt jedoch auch Hardforks, bei denen kein neuer Coin entsteht. Ein aktuelles Beispiel dafür ist der Fork bei Ethereum am 17.10.2017. Die ganze Community war mit den Änderungen einverstanden, niemand hat sich abgespalten. So sollte es eigentlich immer laufen.

Wann einsteigen?

Wie ich oben schon beschrieben habe, ist die aktuelle Marktlage wegen des bevorstehenden Bitcoin Hardforks ziemlich wild. Deshalb würde ich definitiv abwarten was nach dem 25.10.2017 passiert, einfach um auf Nummer sicher zu gehen.

Ich kann mir vorstellen, dass nach der Fork der Bitcoin Kurs wieder etwas nach unten korrigiert, da die Leute nachdem sie die Gratis-Kohle abgestaubt haben, ihr Kapital wieder mehr auf verschiedene Coins verteilen. (= Bitcoin Kurs sinkt, andere Coins steigen)

Um ein wenig Gefühl für die Kursverläufe, Schwankungen und Einbrüche zu bekommen, empfehle ich jedem der vor hat zu investieren: Erst ein paar Tage oder Wochen zu beobachten, sich ein bisschen mit Charts auseinanderzusetzen und Informationen zu sammeln.

So, nun wünsche ich noch einen schönen Sonntag!

Krypto auf!

Was ist ein ICO?

Vereinfacht lässt sich sagen, dass ein ICO (Initial Coin Offering) ein Finanzierungsmodell von Start Up Unternehmen ist, die im Bereich der Blockchain aktiv sind. Vergleichen kann man es mit Crowdfunding bzw. Crowdinvesting wie es z.B. auf den Webseiten von kickstarter oder fundernation ermöglicht wird. So wird es jungen Unternehmen ermöglicht Kapital für die Entwicklung des jeweiligen Produkts, oder für eine Erweiterung des Unternehmens einzusammeln.

Anders als z.B. bei Aktien erhält man bei einem ICO keinen Anteil am jeweiligen Unternehmen, sondern einen Token. Diese Token kann man sich als „digitale Coupons“ vorstellen. Bei jedem ICO wird der passende Token zum Projekt ausgegeben. Aus diesem Grund unterscheiden sich die ganzen Token in ihrer Funktion, da jeder nur für ein bestimmtes Projekt erstellt wurde. In den meisten Fällen dient der Token als Währung für das Projekt, das mit ihnen finanziert wird. Im Grunde erhält man so, einen frühen Zugang zu einer neuen Kryptowährung. Sollte das Projekt dann erfolgreich sein, steigt der Wert des Tokens über den ursprünglichen Ausgabepreis. Wenn das Projekt nicht erfolgreich ist, passiert das Gegenteil. Sprich man verliert Geld.

Eine Besonderheit bei einigen Token ist, dass man als Tokenhalter ein Stimmrecht über die Zukunft der Organisation erhält. Damit sind diese Token gar nicht so weit von einer Aktie entfernt. Der Unterschied besteht darin, dass man kein Stimmrecht bei einer Firma erhält, sondern bei einer rein digitalen Organisation.

Wieder andere Token sind die Sia´s. Die werden von einem Cloud-Speicher Unternehmen ausgegeben, und man kann damit dann direkt dezentralen Cloud-Speicher kaufen oder einfach als Kryptowährung wie Bitcoin nutzen und damit bezahlen. An diesem Projekt habe ich mich beteiligt. Jedoch bis jetzt ohne großen Erfolg. Bei 0,01ct habe ich mir 19.000 dieser Siacoins gekauft. Aktuell liegt der Kurs bei 0,004ct. Verkaufen werde ich diese Dinger jedoch nicht. Ich glaube noch immer an den Erfolg dieses Projekts.

Wie riskant ist eine Investition in ein ICO?

Meine Einschätzung dazu ist, dass eine Investition in ein ICO immer eine Hochrisikoinvestitioin ist. Denn wenn das Projekt nicht umgesetzt werden kann, weil z.B. die Entwickler ein Problem nicht lösen können oder es plötzlich ein ähnliches aber besseres Projekt gibt, dann verliert man schnell viel von seinem investierten Geld, da der Token an Wert verliert.

Ich habe das leider auch erleben müssen. Bei meinem Einstieg in Ethereum habe ich gleichzeitig in ein ICO investiert. Der Name des ganzen war TheDAO (dezentralized autonomous organization) dieser Token war auf der Ethereum Blockchain aufgebaut. Insgesamt wurden rund 150 Millionen US Dollar in dieses Projekt investiert. Am Anfang schien auch alles gut zu laufen, doch dann wurde plötzlich massiv Ether aus der DAO abgezogen. (Den DAO Token konnte man nur mit Ether kaufen) Es stellte sich heraus, dass es eine massive Sicherheitslücke gab die jemand ausgenutzt hat, um die Ether die sich in der DAO befanden auf sein eigenes privates Ethereum-Konto auszuzahlen. Danach brach der Kurs des DAO Token ein. Innerhalb eines Tages hatten sich 400€ meiner Kohle in Luft aufgelöst.

Ein weiterer Risikofaktor ist, dass ICO´s aktuell noch keiner rechtlichen Regulierung unterliegen. An den „normalen“ Kapitalmärkten gibt es tausende Gesetze die den Umgang mit Aktien usw. regeln. Aktuell gibt es sowas nicht bei ICO´s. Vermutlich wird das auch noch einige Jahre dauern bis sich da was ändert. Immerhin haben die Amerikaner, die Chinesen und auch die Russen eine Regulierung angekündigt. In Deutschland dauert es vermutlich noch Ewigkeiten. Deshalb ist bei einer Investition in ein ICO höchste Vorsicht geboten! Es kann sich jedoch auch lohnen.

Soll ich in ein ICO investieren?

Diese Frage kannst nur du selber beantworten. Wenn du überzeugt bist, dass das Projekt Erfolg haben wird, du dem Team dahinter vertraust, du gerade etwas Geld übrig hast, und ein Risiko eingehen willst – dann los!

Beachte aber bitte, dass du niemals Geld investierst das du zum Leben brauchst! Und auf keinen Fall einen Kredit aufnehmen oder privat Schulden machen um zu investieren!! Bitte lasst diesen Quatsch!

Falls ihr vorhabt in ein ICO zu investieren, wünsche ich euch Viel Glück!!

Peace!

Krypto auf!

Warum sind Kryptowährungen ein Teil der Zukunft?

Nun, die Frage lässt sich meiner Meinung nach ziemlich einfach beantworten: Weil Kryptowährungen in vielen Bereichen besser sind als „Fiat-Währungen“ (Dollar, Euro usw.)

1. Sicherheit

Durch die Denzentralität der Kryptowährungen, die durch die Blockchain gewahrt wird, ist es schlicht und einfach aktuell nicht möglich in diesem System Transaktionen zu manipulieren. Da jede Transaktion von allen Teilnehmern im Netzwerk (der Blockchain) bestätigt und abgelegt wird. Man müsste also die ganze Blockchain knacken um eine Transaktion manipulieren zu können.

Zum Vergleich: Bei einer Bank muss nur ein Server geknackt werden um Transaktionen verändern oder löschen zu können.

2. Dezentralität

Die Dezentralität hat in meinen Augen einen großen Vorteil gegenüber der Zentralität. Der Vorteil steckt eigentlich schon im Wort. Denn es ist deutlich sicherer Daten an vielen Orten gleichzeitig abzulegen als alle Daten an einem Ort.

Ich finde man kann das an Hand der Energieversorgung sehr gut deutlich machen: Was macht denn mehr Sinn? 5 Kraftwerke im ganzen Land verteilt oder 1 Millionen Solarzellen im ganzen Land verteilt? (Unabhängig ob sauberer Strom oder nicht) Wenn eine Solarzelle den Geist aufgibt, dann hat es keinerlei Auswirkungen auf das Stromnetz. Sollte jedoch ein Kraftwerk ausfallen, sitzt ein Teil der Bevölkerung im dunkeln.

Zusätzlich kann man sich lange Transportwege sparen, da überall wo Strom gebraucht wird (z.B. ein Haus) einfach ein paar Solarzellen aufgebaut werden. Bei einem Kraftwerk muss der Strom über lange Wege zum Ziel geleitet werden.

3. Keine Inflation

Währungen wie der Dollar oder der Euro werden ständig weniger wert, da Zentralbanken wie die Europäische Zentralbank oder die Amerikanische Federal Reserve aktuell jeden Monat Milliarden von €/$ auf den Markt werfen. Und was passiert wenn es von etwas immer mehr gibt? Es sinkt im Preis. Das ist dann die Inflation.

Kryptowährungen sind auf eine bestimmte Anzahl begrenzt. Bei Bitcoin zum Beispiel werden es nie mehr als 21 Millionen sein, da dies im Protokoll so festgeschrieben ist. Es kann keine Regierung einfach sagen: „Ah wir stecken jetzt gerade in einer Krise, also hauen wir mal 2 Millionen Bitcoins auf den Markt.“ Das ist auch der Grund warum der Preis immer weiter steigen wird je mehr Leute den Bitcoin nutzen. Weil es eine begrenzte Menge ist vergleichbar mit Gold oder anderen Rohstoffen.

4. Geschwindigkeit

Ich wundere mich schon seit Jahren darüber, dass eine Überweisung von Bankkonto zu Bankkonto mehrere Tage dauern kann. Ganz zu schweigen von Überweisungen ins Ausland, die gerne auch mal 7 Tage oder länger dauern können.

Bei einer Kryptowährung, geht das meist in Minuten. Zugegeben, es hat bei Bitcoin aufgrund der Masse an Transaktionen auch schon einige Stunden gedauert. Das ist jedoch nicht die Regel. Die Zeit die für eine Transaktion gebraucht wird, ist von Währung zu Währung unterschiedlich aber immer schneller als eine Bank Überweisung.

5. Niedrige Gebühren und einfache Transaktionen ins Ausland

Auch hier haben die Kryptowährungen im Vergleich mit den Banken die Nase vorn. Denn eine Transaktion auf einer Blockchain kostet nur einen Bruchteil dessen was einem eine Bank berechnet. Meine Bank verlangt für eine Blitzüberweisung 5€. Richtig lohnen tut es sich bei Transaktionen über Ländergrenzen hinweg. Dort bitten die Banken gerne richtig zur Kasse. Bei einer Transaktion über eine Blockchain ist es egal ob das andere Konto im Ausland ist oder nicht. Die Gebühren bleiben gleich.

Ich denke das waren jetzt mal fünf Punkte die für den Start und den ersten Überblick nicht unwichtig sind. Natürlich kann man die Liste fortsetzen, was ich bestimmt auch noch machen werde. Und sicher werden wir noch über die Nachteile von Kryptowährungen sprechen. Denn auch die gibt es.

Krypto auf!